Gemeinsam mit der Polizei gelang der GVU die Aufklärung eines der bis dato größten Fälle von Softwarepiraterie. Unter dem Label "Akira" boten die Täter illegal Software im Internet an. Der Gesamtschaden wird auf über eine Milliarde Mark beziffert.

Die deutsch-dänische Tätergruppe habe Sammlungen aktueller Anwender- und Entertainmentsoftware auf CD-ROM mit einer Gesamtauflage von 400.000 Stück übers Internet vertrieben. Das gab Joachim Tielke, GF der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GUV), am 13. Januar bei einer Pressekonferenz in Hamburg bekannt. Die mutmaßlichen Haupttäter, ein 27-Jähriger aus Neuss und ein 25-jähriger Däne aus Kopenhagen, seien bereits im November vergangenen Jahres dingfest gemacht worden und befänden sich in Untersuchungshaft.

Die Ermittler der GVU seien während einer routinemäßigen Überwachung des Internets im vergangenen Mai auf das illegale Angebot von Software aufmerksam geworden. In Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei seien die Fahnder den Tätern schließlich auf die Spur gekommen. Bei der Anlieferung von 54.000 CD-ROMs seien daraufhin vier Verdächtige festgenommen worden. Zwei der Männer seien wegen minder schweren Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden bei einer Razzia in Kopenhagen durch dänische Polizeibeamte noch einmal rund 54.000 Raubkopien sichergestellt.

Insgesamt belaufe sich der reguläre Verkaufswert der beschlagnahmten Software auf etwa 1,6 Mrd. Mark. Die einzelnen CD-ROMs seien im Auftrag der Täter höchstwahrscheinlich in Tschechien produziert und dann zu einem Stückpreis von 70 Mark im Internet feilgeboten worden. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, und es wird gemutmaßt, dass noch weitere Täter zur Gruppe der Softwarediebe gehören. Zudem prüfe die Polizei derzeit die umfangreiche Kundenkartei. Manchen ahnungslosen Kunden steht nun wohl ein böses Erwachen bevor.

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By Marcel Kleffmann 2 min read