Holland stoppt PSone-Import nach Europa
Wegen zu hohen Kadmiumwerten in den Kabeln muss Sony Computer Entertainment eine für den europäischen Raum gedachte Lieferung von 1,3 Mio. PSone-Konsolen zurücknehmen.
Niederländische Behörden haben bei der Einfuhr von PSone-Konsolen zu hohe Kadmiumwerte in den Kabeln festgestellt. Eine für den europäischen Handelsraum gedachte Lieferung von 1,3 Mio. PSone und 800.000 PSone-Zubehörprodukten wurde deshalb vorerst in einem holländischen Lagerhaus auf Eis gelegt. Innerhalb der Europäischen Union dürfen keine Produkte importiert werden, die einen Kadmiumwert von über 0,01 Prozent aufweisen. Laut den Niederländern wurde dieser Regelwert um das drei- bis zwanzigfache überschritten. Wie Sony Computer Entertainment mitteilt, bestehe allerdings kein Gesundheitsrisiko für Menschen. Bei der Entsorgung der Konsole könnten sich die erhöhten Kadmiumwerte allerdings umweltschädigend auswirken. SCE habe - trotz noch bestehender Vorbehalte gegenüber der "holländischen Interpretation der Regelwerte" - bereits mit dem Austausch der beanstandeten Kabel begonnen. Die Belieferung des Handels soll Mitte Dezember wieder aufgenommen werden. Auswirkungen auf Nachlieferungen an PlayStation-2-Konsolen für den europäischen Raum hätten die aktuellen Vorkommnisse nicht, so eine Unternehmenssprecherin von SCE, da bei der Produktion der PS2 andere Kabel verwendet würden. Auch auf Deutschland wirkt sich der vorläufige PSone-Stopp nicht negativ aus, erklärte Guido Alt, Senior PR Manager von SCE Deutschland, gegenüber GamesMarkt.de: Der Handel verfüge derzeit über genügend PSone-Konsolen.