Die Microsoft-Bilanz für das am 30. September beendete erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres liegt innerhalb der Prognosen. Sechs Prozent mehr Umsatz und ein zweistelliges Wachstum beim operativen Gewinn stellten Anleger und Analysten zufrieden. Enttäuscht hat hingegen die Home & Entertainment Division, die u.a. für das Xbox-Geschäft verantwortlich ist.

Microsoft hat die Bilanz für das erste Geschäftsjahresquartal offen gelegt. Mit Stichtag 30. September bilanzierte der Softwarekonzern ein sechsprozentiges Umsatzplus auf 9,74 Mrd. Dollar (Vorjahr: 9,19 Mrd.). Der operative Gewinn legte um 16 Prozent auf 4,05 Mrd. Dollar zu. Unterm Strich verbleibt ein Nettogewinn von 3,14 Mrd. oder 0,29 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahr verrechnete der Konzern 2,53 Mrd. Dollar Nettogewinn. Stützpfeiler war im vergangenen Quartal das Core-Business. Starke Nachfrage nach "Windows"- und "Office"-Produkten sowie das gute Geschäft im Segment Server & Tools trieben das Wachstum an.

Enttäuschend hingegen die Performance der Home & Entertainment Division (H&ED), die auch das Xbox-Geschäft verantwortet. Von 634 auf 525 Mio. Dollar ging der Umsatz mit Xbox und PC-Spielen zurück. Gleichzeitig stieg der operative Verlust der Sparte von 138 Mio. im Vorjahr auf nun 141 Mio. Dollar.

"Wir blicken optimistisch in die Zukunft", kommentierte Chief Financial Officer Chris Liddell das alles in allem doch sehr gute Konzernergebnis. In den kommenden Monaten soll das hohe Einkommen genutzt und das bereits angelaufene Aktienrückkauf-Programm beschleunigt werden. Weitere 19 Mrd. Dollar will der Konzern bis Ende 2006 in eigene Aktien investieren. Für das laufende zweite Quartal prognostiziert Microsoft zwischen 11,9 und 12 Mrd. Dollar Umsatz. Bei einem operativen Gewinn zwischen 4,6 und 4,7 Mrd. Dollar werden bis zu 33 US-Cent Nettogewinn je Aktie erwartet. Das Gesamtjahr soll mit 43,7 bis 44,5 Mrd. Dollar Umsatz und einem Nettogewinn zwischen 1,26 und 1,30 US-Dollar je Aktie am 30. Juni 2006 beendet werden.

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