"Hot Coffee": Sammelklage wegen Kursverlusten
Hat Take 2 wissentlich das Entertainment Software Rating Board bei der Prüfung von "GTA: San Andreas" hinters Licht geführt? Mit dieser Frage werden sich bald die Gericht beschäftigen müssen. Eine Anwaltskanzlei aus Pennsylvania strebt eine Sammelkage gegen den Publisher an, um die Verluste der Aktionäre nach dem "Hot Coffee"-Skandal auszugleichen.
Die Anwälte von Take 2 Interactive können sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Nachdem der kalifornische Staatsanwalt für den Bezirk Los Angeles Klage gegen den US-Publisher erhoben hat, folgte nun eine Anwaltskanzlei aus Pennsylvania. Im Namen der Aktionäre strebt Schiffrin & Barroway eine Sammelklage gegen Take 2 an. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der Publisher von den versteckten Sexszenen in "GTA: San Andreas" Kenntnis hatte und das Entertainment Software Rating Board bei der Altereinseinstufung des Titels somit wissentlich hinters Licht geführt wurde.
Für die Kursverluste der vergangenen Monate will die Kanzlei das Management haftbar machen. Dabei geht es um beträchtliche Summen. Seit Sommer 2005 hat die Take-2-Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq gut die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.