IBM liefert 360-Chips aus
Das Herzstück der Xbox 360 kommt von IBM. Big Blue hat den Chip seit 2003 gemeinsam mit Microsoft entworfen und liefert nun die ersten Exemplare an den Softwarekonzern aus. Mitentwickelt wurde die Recheneinheit im deutschen Entwicklungszentrum von IBM in Böblingen.
Seit kurzem liefert IBM den in Zusammenarbeit mit Microsoft entworfenen Hauptprozessor für die Xbox 360 aus. Produziert wird parallel an zwei Standorten in New York und Singapur. Einen maßgeblichen Anteil an der Prozessor-Entwicklung hatten auch IBM-Mitarbeiter im deutschen Entwicklungszentrum in Böblingen bei Stuttgart. Dort arbeitete ein Expertenteam an den On-Chip-Speichereinheiten wie beispielsweise dem Cache des Prozessors. Genauere Kenntnisse vom Prozessor hat Stefan Walde, verantwortlicher Manager für die Chipentwicklung in Böblingen: "Die Power-Architektur kann dort punkten, wo Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität gefragt sind. Sie deckt ein breites Spektrum von Embedded-Anwendungen bis zu Supercomputern ab und ermöglicht es außerdem, auf spezielle Kundenanforderungen einzugehen, wie das Beispiel Xbox 360 sehr gut zeigt."
Seit 2003 arbeiteten Ingenieure von IBM und Microsoft gemeinsam an der Optimierung des Multicore-Prozessors. Verbaut ist ein 64-Bit-PowerPC-Kern, der auf die speziellen Bedürfnisse der Konsole zugeschnitten ist. Drei Kerne, jeder davon mit einer Leistung von mehr als 3 GHz, sollen für die nötige Rechenpower sorgen. Insgesamt beinhaltet der Chip 165 Mio. Transistoren.