Konami geht das Thema Fußball-WM gleich doppelt an. Zum einen "Pro Evolution Soccer", das rechtzeitig zum WM-start im Preis gesenkt wird, für die Simulationsfans und mit "International Superstar Soccer" für actionlastigen Spielspaß.

GM: Die Fußball-WM steht quasi vor der Tür. Wird der Hype zu WM Ihrer Meinung nach generell den Absatz von Fußballspielen in den nächsten Wochen steigern?

Martin Schneider: Sicherlich wird das Interesse an Umsetzungen des Fußballsports auf der Konsole oder auf dem PC deutlich steigen. Das wird allen Anbietern von guten Fußballspielen deutliche Absatzsteigerungen bescheren.

GM: Welche Erwartungen haben Sie dabei an Ihre Soccer-Titel?

Schneider: Wir bieten zurzeit zwei verschiedene Titel an: einmal das zur Zeit vermutlich realistischste Fußballspiel auf der PS2 und PSone, "Pro Evolution Soccer", und einen zweiten Brand mit ISS auf GameCube, PS2 und XBox. ISS richtet sich an actionbegeisterte Fußballfans, die den schnellen Einstieg ins Spiel suchen, dabei aber nicht auf das gewohnt gute Gameplay verzichten wollen, das alle Konami-Fußballspiele auszeichnet. Wir haben an beide Titel recht hohe Erwartungen und werden sogar den empfohlenen VK für die PS2-Version von "PES" auf 49,95 Euro senken, um so dem Handel die Möglichkeit zu geben, ein hervorragendes Produkt zu einem sehr attraktiven Preis während der WM anzubieten.

GM: Mit welchen Marketingaktionen werden Sie Ihre Titel unterstützen?

Schneider: Wir werden ISS als "neuen" Brand mit einer sehr aufmerksamkeitsstarken Kampagne im Markt platzieren (Anzeigen, PoS und TV). "PES" wird vermutlich schon ausreichend durch den neuen Preis beworben, den wir natürlich in Kooperation mit dem Handel dem Endkunden bekannt geben werden.

GM: Wie gestalten Sie Ihre Marketingaktionen, um bei dem ganzen Fußballtrubel noch aufzufallen?

Schneider: Klotzen statt kleckern

GM: Derzeit erscheint eine wahre Flut von Soccer-Spielen. Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass sich die Titel gegenseitig beim Abverkauf behindern?

Schneider: Darüber mache ich mir eher weniger Gedanken, da wir festgestellt haben, dass sich der Endkunde immer besser informiert und meistens sehr genau weiß, was er haben will. Nicht oft genug, aber immer öfter ist es ein Konami-Spiel.

GM: Muss nicht auch der Handel gesellschaftliche Großthemen wie eine Fußball-WM eigenständig aufgreifen und mit Sonderaktionen begleiten? Wird dies Ihrer Meinung nach in ausreichender Form getan?

Schneider: Der Primärzweck einer jeden wirtschaftlichen Unternehmung ist es, Gewinne zu erwirtschaften und nicht, einen gesellschaftspolitischen Auftrag wahrzunehmen. Wenn der Handel in der Durchführung von Sonderaktionen zur Fußball-WM einen Vorteil sieht, wird er es tun. Wenn er keinerlei Vorteil sieht, wird und sollte er es nicht tun - wir haben bereits zu viele Handelspartner, die keinerlei Gewinne erwirtschaftet haben, verloren.

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