Japan: CESA wird proaktiv
Um einer möglichen gesetzlichen Regelung zuvorzukommen, hat der japanische Branchenverband Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) einen Vorschriftenkatalog für Händler im Umgang mit "Gewalt-Spielen" vorgeschlagen.
In Japan droht der Gesetzgeber mit rigiden Vorschriften beim Verkauf von Spielen mit gewalttätigen Inhalten. Um dem möglichen Gesetz zuvorzukommen, entwarf der japanische Branchenverband Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) einen Maßnahmenkatalog für Händler. Demnach sollen Händler eine Selbstverpflichtung eingehen, entsprechende Spiele nur dann an Jugendliche zu verkaufen, wenn eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten vorliegt. Zudem sollen Informationstafeln auf das gängige Ratingsystem hinweisen und die Einstufungen erklären helfen. Spiele, die nur für die erwachsene Kundschaft freigegeben sind, sollen in einem separaten, nicht frei einsehbaren Teil des Geschäfts angeboten werden. Obwohl dies alles freiwillige Aktionen sind und bei Verstößen keinerlei Strafen drohen, haben nach Aussage der CESA bereits 95 Prozent aller Gameshändler zugesagt, die Vorschriften beachten zu wollen.