Die JoWooD Productions Software AG hat die vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2002 vorgelegt. Trotz eines leichten Umsatz-plus ging das Ergebnis vor Steuern deutlich nach unten. JoWooD-Vorstand Andreas Tobler kündigte weitere strukturelle Reorganisationen an.

2002 war für die JoWooD Productions Software AG kein leichtes Jahr. Das spiegelt sich auch in den jetzt vorgelegten, vorläufigen Ergebniszahlen wieder. Zwar konnte das Unternehmen den Umsatz um rund 4,4 Prozent auf 43,5 Mio. Euro steigern, die im 3. Quartal notwendig gewordenen massiven Wertkorrekturen und eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen drücken das Ergebnis jedoch gewaltig. So kommt JoWooD auf ein vorläufiges Vorsteuerergebnis (EBIT) von minus 42,8 Mio. Euro. Der Konzernverlust nach Minderheiten liegt bei 28,6 Mio. Euro. Das EBIT vor Restrukturierungsmaßnahmen betrug minus 5,6 Mio. Euro.

Erste positive Tendenzen

Trotz der tiefroten Zahlen herrscht bei JoWooD- durchaus berechtigte - Zuversicht. So konnte die Aktiengesellschaft für das 4. Quartal einen Umsatz von 13,3 Mio. Euro bei einem leicht positiven Vorsteuerergebnis von 96.000 Euro ausweisen. Nach Minderheiten liegt das Ergebnis sogar bei 1,8 Mio. Euro. Zu verdanken ist die positive Entwicklung im 4. Quartal vor allem dem großen Erfolg des Phenomedia-Spiels "Gothic II" im deutschsprachigen Raum. So sieht JoWooD in den vorgelegten Zahlen auch erste positive Folgen der Sanierungsmaßnahmen. Deren nachhaltige Wirkung und damit die langfristige Unternehmensperspektive hingen jedoch nach wie vor von der raschen und erfolgreichen Umsetzung des neuen Vertriebskonzepts ab, heißt es aus Rottenmann.

"Das Geschäftsjahr 2003 wird ganz im Zeichen der Neupositionierung des Unternehmen stehen", kündigte JoWooD-Vorstand Andreas Tobler denn auch an. Während man zahlreiche Toptitel in der Pipeline habe und die internationale Vermarktung von "Gothic 2" unmittelbar bevorstehe, werde auch die strukturelle Reorganisation vorangetrieben, um so die Ertragkraft der Gruppe nachhaltig zu stärken.

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