JoWooD übernimmt Ravensburger Interactive
JoWooD übernimmt in einem Assetdeal die Ravensburger Interactive Media GmbH. Damit entwickelt sich JoWooD nicht nur zum mit Abstand größten deutschsprachigen Publisher, sondern sieht sich auch auf dem Weg zu einem immer wichtigeren Marktteilnehmer in Europa.
JoWooD gewinnt durch den Assetdeal ein Portfolio von neun derzeit in Produktion befindlichen Titeln für PC und Konsole. Enthalten sind etwa "Arx Fatalis", "Wildlife Park" von Nova Trix sowie die PS2-Version des Massive-Hits "AquaNox".
Intensive Gespräche gebe es derzeit noch über die Weitervermarktung der bereits bestehenden Produktpalette von Ravensburger Interactive. Mit der Übernahme bzw. Lizenzierung des umfangreichen Katalogs (u. a. "Fünf Freunde") will sich JoWooD im Wachstumsmarkt "Family Entertainment" etablieren. JoWooD wird darüber hinaus zum Teil in bestehende Vertriebs- und Marketingkooperationen einsteigen.
Meilenstein auf dem Weg zum Big Player
Im Rahmen der Übernahme wird Thomas Kirchenkamp, GF von Ravensburger Interactive, Anfang Juni als CTO in den Vorstand von JoWooD wechseln. Der bisherige CTO, Johann Schilcher, wird auf eigenen Wunsch in seine ursprüngliche Funktion des Studioleiters in Ebensee zurückkehren. "In dieser Branche werden dauerhaft nur jene Anbieter erfolgreich sein, die über ein internationales Vertriebsnetz verfügen und eine wettbewerbsentscheidende kritische Größe erreicht haben - wie JoWooD", begründete Thomas Kirchenkamp den Assetdeal. "Der Abschluss mit Ravensburger und die Verstärkung durch Thomas Kirchenkamp sind ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer erfolgreichen Unternehmensgeschichte", sagte Andreas Tobler, Vorstandsvorsitzender von JoWooD.
"Ravensburger Interactive verfügt über einen ausgezeichneten Namen sowie über ein attraktives Produktportfolio, das unser eigenes Produktangebot hervorragend verstärkt. Und so sichern wir unsere Position als größter deutschsprachiger Publisher und entwickeln uns gleichzeitig auch zu einem immer wichtigeren Marktteilnehmer auf gesamteuropäischer Ebene."