Keine Umsatzeinbrüche beim Generationswechsel?
Der anstehende Generationswechsel bei den Heimkonsolen wird wieder zu Umsatzeinbrüchen bei Industrie und Handel führen, prognostizieren die Analysten von Piper Jaffray. Die Industrie widerspricht und ist sich sicher, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.
Bisher war es ein ungeschriebenes Gesetz in der Branche: Wenn sich eine neue Konsolengeneration aufmacht, den Vorgänger abzulösen, müssen Industrie und Handel mit teils massiven Umsatzeinbrüchen rechnen. So prognostiziert es auch eine aktuelle Studie von Piper Jaffray, die nach einem Boomjahr 2004 für die folgenden zwei Jahre harte Zeiten auf alle Marktteilnehmer zukommen sieht. Gerade kleinere Unternehmen hätten durch steigende Entwicklungskosten mit Schwierigkeiten zu rechnen. Die Industrie sieht dies laut einem Bericht auf gamesindustry.biz jedoch ganz anders: Entscheidend sei, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe. Dass man auch mit der Markteinführung der neuen Heimkonsolen die Unterstützung der aktuellen Generation aufrechterhalten müsse, sei inzwischen allgemeiner Konsens. Hinzu kämen die neuen Handhelds Sony PSP und Nintendo DS, die zum Zeitpunkt des Generationswechsels ihren Start bereits längere Zeit hinter sich hätten und so für gute Umsätze sorgen könnten. Da zudem erwartet wird, dass Microsoft den Xbox-Nachfolger bis zu zwölf Monate vor den Produkten der Konkurrenz auf den Markt bringt, könnten zum Start von PS3 und Nintendos nächster Heimkonsole mit dem Microsoft-Gerät bereits wieder gute Geschäfte gemacht werden. All dies spräche gegen eine Wiederholung der Probleme der Vergangenheit.