Kingfisher hat für den symbolischen Preis von einem Euro 92 Pro- und MakroMärkte sowie 93 Outlets der Foto-Radio Wegert an die ehemaligen Besitzer Michael und Matthias Wegert verkauft. Ein Zuschuss und ein Kredit in Millionenhöhe sollen die Zukunft der Handelskette zumindest kurzfristig sichern.

Der britische Handelskonzern Kingfisher hat in den früheren ProMarkt-Chefs, den Brüdern Michael und Matthias Wegert, einen Käufer für seine deutschen Elektrofachmärkte der ProMarkt-Gruppe gefunden. Laut Kingfisher-Chairman Francis Mackay sichere dieser Schritt kurzfristig die Zukunft der Handelskette und ihrer Angestellten. Die neuen Eigentümer haben die Märkte zum symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Außerdem schießt Kingfisher zu den Kosten des laufenden Geschäftsbetriebs 55 Millionen Euro zu und sichert einen Kredit in Höhe von weiteren 32,5 Millionen Euro für die Saisongeschäfte in den Jahren 2003 und 2004 zu.

32,5 Mio. Euro Kredit zugesichert

Die Wegerts übernehmen im Rahmen dieses Abkommens 92 Pro- und MakroMärkte in Deutschland und Österreich, 93 Outlets der Handelskette Foto-Radio Wegert, ein Fotolabor und das Onlinegeschäft der ProMarkt-Gruppe mit zusammen rund 3500 Mitarbeitern. Nach Kingfisher-Informationen fuhr die ProMarkt-Gruppe im abgelaufenen Jahr Verluste in Höhe von rund 53 Millionen Euro ein; insgesamt muss Kingfisher voraussichtlich Abschreibungen in Höhe von fast 290 Millionen Euro für sein ProMarkt-Engagement einplanen. Die Briten hatten die Kette in zwei Schritten übernommen. Im Mai 1998 hatten sie einen Anteil in Höhe von 60 Prozent erworben, im Juli 2000 waren die restlichen 40 Prozent von den Wegerts übernommen worden.

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