Konsumklima: Verbraucher bleiben skeptisch
Die bundesdeutschen Verbraucher trauen der Wirtschaftsbelebung nicht. Insbesondere die eigene Einkommensentwicklung sowie die weitere Konjunkturentwicklung wird von den Bürgern skeptisch gesehen.
Frohe Kunde für den deutschen Einzelhandel: Nach Daten der Gesellschaft für Konsumfoschung (GfK) stieg die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher im Juni weiter an. Dies lag in erster Linie an der Anschaffungsneigung, die den Willen der Konsumenten ausdrückt, in nächster Zeit größere Anschaffungen zu tätigen. Um weitere 4,4 Punkte auf 54,2 Punkte stieg der Indikator an. Somit erreichte die Anschaffungsneigung im Juni '06 den höchsten Wert seit der erstmaligen Erhebung 1980. Zurückzuführen sei der hohe Konsumwille der Deutschen auf die Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr.
Dass die Verbraucher ihre skeptische Haltung in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung noch nicht aufgeben haben, zeigen die Werte für die Einkommensentwicklung sowie die Konjunkturaussichten. Das Vertrauen in den Aufschwung wurden in den vergangenen Wochen deutlich getrübt: Um 10,5 Punkte auf 20,4 Punkte gab die Konjunkturerwartung nach. Die Erwartungen an die eigene Einkommensentwicklung ist noch düsterer. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung verlor der Wert im Juni ganze 14 Punkte und landete mit minus 8,9 Punkten wieder deutlich im negativen Bereich. Nach revidierten 7,0 Punkten für den Juni prognostiziert der Konsumklimaindex für den Juli nun einen Wert von 7,8 Punkten.
"Angesichts der uneinheitlichen Entwicklung der Indikatoren der Verbraucherstimmung ist nach wie vor unsicher, ob es sich beim gegenwärtigen Anstieg des Konsumklimas um Zeichen einer nachhaltigen Trendwende handelt", resümiert die GfK. Solange die Verbraucher ihren finanziellen Zukunftsaussichten skeptisch gegenüberstehen, sei mit keiner anhaltenden Belebung zu rechnen.