Noch für die erste Jahreshälfte 2006 plant Softwareanbieter Magix den Gang an die Börse. Nach Frogster Interactive ist das Berliner Unternehmen somit schon das zweite Unternehmen aus der Unterhaltungssoftwarebranche, dass in diesem Jahr den Schritt aufs Börsenparkett wagt.

Softwareanbieter Magix plant noch für die erste Jahreshälfte 2006 den Gang an die Börse. Wie Vorstandschef Jürgen Jaron gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bestätigte, ist der Börsengang für Ende März oder Anfang April angedacht. Mit den Erlösen soll weiteres Wachstum generiert werden. Chancen bestünden Jaron zufolge vor allem in der Verbindung klassischer Multimedia-Software mit mobilen Kommunikationslösungen und Internetangeboten. Als Beispiel nannte der Magix-Mitbegründer eine Fotosoftware, mit deren Hilfe sich das private Online-Fotoalbum über das Handy verwalten lasse.

Zurzeit stützt sich das Unternehmen allerdings noch auf traditionelle Softwarepakete. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende: 30. September 2005) wurde bei 27,5 Mio. Euro Umsatz ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 4,9 Mio. Euro erzielt. Die Eigenkapitalquote betrage knapp 63 Prozent. Dabei ist der Softwareanbieter in den vergangenen Jahren konstant und kräftig gewachsen. Laut Jaron wurde zwischen 2003 und 2005 ein jährliches Wachstum von 18 Prozent realisiert. "Und ich bin angesichts des Marktpotenzials davon überzeugt, dass wir diese Wachstumsrate auch in der Zukunft halten können", so Jaron.

Unklar ist derzeit noch, ob der Börsengang über eine Kapitalerhöhung vonstatten gehen wird, oder ob sich Alteigentümer von Anteilen trennen werden. Die Gesellschafterstruktur ermöglicht beides. 67,8 Prozent der Anteile befinden sich im Besitz der Unternehmensgründer. Weitere 20,9 Prozent hält der britische Investor 3i, fünf Prozent die KfW-Bankengruppe. Die verbleibenden 6,4 Prozent liegen bei den höheren Führungskräften des Unternehmens.

Ein Bankkonsortium angeführt von Dresdner Kleinwort Wasserstein und mit Beteiligung der Investmentbank Cazenove werde das IPO begleiten. Wenn der Börsengang im März oder April glückt, ist Magix bereits das zweite Unternehmen aus der Unterhaltungssoftwarebranche, das 2006 den Schritt aufs Börsenparkett wagt. Erst Anfang Februar feierte Frogster Interactive Pictures den erfolgreichen Start an die Frankfurter Wertpapierbörse.

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