Medienfirmen auf der Anklagebank?
Angehörige der Opfer des Amoklaufs an der Columbine High School, Littleton, haben Klage gegen insgesamt 25 Medienfirmen eingereicht.
Das "Schulhofmassaker" an der Columbine High School in Littleton könnte nun doch ein finanzielles Nachspiel für einige Medienfirmen haben. Wie die "Denver Post" berichtet, haben Angehörige eines Opfers unmittelbar vor dem zweiten Jahrestag der tragischen Geschehnisse eine Fünf-Milliarden-Dollar-Klage gegen insgesamt 25 Medienfirmen eingereicht. Zu den betroffenen Unternehmen zählen u. a. AOL Time Warner, Nintendo of America, Sony Computer Entertainment, ID Software, Sega of America, Activision, Polygram Film Entertainment Distribution und New Line Cinema. Die Ereignisse an der Columbine High School hatten vor zwei Jahren in den USA eine hitzige Debatte über Gewaltdarstellung in Filmen und Computerspielen ausgelöst, die wiederum Untersuchungen über Jugendschutz- und Marketingpraktiken der Medienindustrie nach sich zog. Nachdem die FTC im vergangenen Jahr einen äußerst kritischen Bericht vorlegte, wurde der Jugendschutz in Medien sogar zum Thema im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf.