Microsoft bilanziert bei Rekordumsatz sinkende Gewinne
Trotz eines neuen Rekord-Quartalsumsatzes und hervorragenden Abschneidens der Entertainment and Devices Divsion ist der Quartalsgewinn von Microsoft im Weihnachtsquartal um gut 28 Prozent eingebrochen. Schuld war die Releaseverschiebung des neuen Betriebssystems "Windows Vista".
Microsoft bilanziert für das zum 31. Dezember beendete zweite Geschäftsjahresquartal einen neuen Rekord-Quartalsumsatz in Höhe von 12,54 Mrd. Dollar - ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gut abgeschnitten haben nach Unternehmensangaben das Onlinegeschäft sowie die Entertainment and Devices Divsion, der auch die Geschäfte mit Xbox 360 und dem neuen Musikplayer Zune angeschlossen sind. Der Umsatz stieg hier um 76 Prozent im Jahresvergleich auf 2,964 Mrd. Dollar an. Allein der Umsatz aus dem Verkauf von Xbox-Produkten und PC-Spielen lag Unternehmensangaben zufolge im diesjährigen Weihnachtsgeschäft um eine Mrd. Dollar über dem Vorjahresergebnis. Zur Höchstform lief dabei die neue Microsoft-Konsole auf, von der im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 gut 4,4 Mio. Einheiten an die internationalen Handelspartner ausgeliefert wurden.
Der Umsatz aus dem Verkauf von Zune-Playern konnte nur wenige Monate nach Hardware-Launch naturgemäß noch nicht mithalten. Ohne den Posten weiter aufzuschlüsseln, beziffert Microsoft den Quartalsumsatz aus Zune, Consumer-Hardware und -Software sowie TV-Angeboten auf 260 Mio. Dollar (+ 104 Prozent). Der Bereich Mobile and Embedded Devices legte im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 29 Mio. Dollar Umsatz zu.
Trotz der deutlichen Umsatzsteigerungen kam die Entertainment and Devices Division aber auch im zurückliegenden Quartal nicht aus den roten Zahlen. Zwar konnten offenbar die Produktionskosten von Xbox 360 in den vergangenen Monaten erheblich reduziert werden, weshalb der Verlust pro verkaufter Konsole zurückging, diese Ersparnis aber wurde fast zur Gänze durch erhöhte Marketingkosten u.a. in Verbindung mit der Markteinführung von Zune aufgebraucht. Dem operativen Vorjahresverlust von 286 Mio. Dollar steht ein Jahr später so ein operatives Minus von 289 Mio. Dollar gegenüber. Nach sechs Monaten steht die Abteilung bei 3,994 Mrd. Dollar Umsatz - ein Plus von 74 Prozent - und einem operativem Verlust von 383 Mio. Dollar (+17 Prozent).
Ähnlich erging es trotz der erheblichen Umsatzsteigerungen auch dem Gesamtkonzern. Vor allem die spätere Markteinführung des neuen Betriebssystems "Windows Vista" belastete das Konzernergebnis. Der operative Gewinn aus dem zweiten Quartal fiel im Jahresvergleich von mehr als 4,6 Mrd. auf über 3,4 Mrd. Dollar ab. Netto verdiente Microsoft nach 3,653 Mrd. Dollar aus dem Vorjahresquartal nun noch 2,626 Mrd. Dollar.