Nachgefragt beim VUD
games.markt sprach mit VUD-Geschäftsführer Ronald Schäfer und Projekt-Direktor Hermann Achilles über die Bedeutung der GC, ihre Erwartungen und das Thema Jugendschutz.
gm: Die GC 2003 konnte bereits eine höhere Besucherzahl und ein breiteres Medienecho verzeichnen als die Vorjahresmesse. Was sind Ihre Erwartungen an die GC- Games Convention 2004?
Hermann Achilles: Die GC ist in kurzer Zeit national zu einer echten "Marke" geworden und hat international nicht nur Aufmerksamkeit erregt. Ganz besonders das GC-Konzept hat im Ausland Interesse geweckt. Das zeugt von der Qualität der GC insgesamt und ist mit ein Resultat des bisherigen Medienechos, national wie international. Damit sind wir jedoch noch lange nicht am Ziel, sondern sehen dieses Ergebnis als Herausforderung und Ansporn an, für die GC 2004nachzulegen.
gm: Kann die Rezeption der GC 2004 auch international verstärkt werden?
Ronald Schäfer: Vom Grundsatz her ist die GC eine deutsche Veranstaltung und hat einen eindeutigen Fokus auf den nationalen Markt. Die große Resonanz auf die GC beim Fachhandel hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. Die GC ist ein besonderer Showcase dieser Branche. Fast alle Unternehmen, die auf der GC ausstellen, sind international tätig, und schon deshalb hat die GC selbstverständlich eine gewisse Internationalität. Aber auch beispielsweise im Zuge der EU-Osterweiterung erfährt die GC in diesem Jahr eine neue Internationalisierung. Schwerpunkt der GC wird aber weiterhin der nationale Markt sein.
gm: Plant der VUD eine ähnliche Aktion der öffentlichen Meinungsäußerung zum Thema Piraterie wie auf der GC 2003?
Achilles: Die hohe Medienpräsenz fordert es ja geradezu heraus, dass wir auf der GC Themen wie Piraterie und Jugendschutz aufgreifen. Aktionen planen wir immer relativ kurzfristig. Damit sie nicht im allgemeinen Trubel untergehen, müssen sie gut vorbereitet sein. Hier seien die Eröffnungsveranstaltung 2003 im Gewandhaus oder die Posteraktion der USK genannt. Gleiches gilt für die "Aufklärungsarbeit" zu und über LAN-Parties. Die Berichterstattung über eSports-Turniere trägt dazu bei, dass Vorbehalte in der Öffentlichkeit abgebaut werden.
gm: Thema Jugendschutz: Die Bändchenregelung des Vorjahrs soll fortgeführt werden. Hat sich die Methode 2003 als praktikabel erwiesen? Sind verstärkte Kontrollmaßnahmen zur Einhaltung der Richtlinien geplant?
Schäfer: Die Bändchenregelung hat sich generell bewährt. Es gab einige organisatorische Probleme bei der Ausgabe der Bändchen. Für 2004 wurde Abhilfe geschaffen. Ebenfalls hatten sich die Aussteller auf die Situation eingestellt und die Jugendschutzregelung umgesetzt. Es gibt in einigen Punkten Nachbesserungsbedarf. Die Ergebnisse sind in den Ausstellerrichtlinien ergänzt. In Zusammenarbeit werden Veranstalter, VUD und das Jugendamt Leipzig bei der GC 2004 die Umsetzung der Vorgaben kontrollieren. Diese Maßnahme erfolgt zum Schutz der Aussteller.