Extra für den chinesischen Markt produziert Nintendo eine abgewandelte Version der GameCube-Konsole.

Dadurch und durch die mangelnde Softwareunterstützung von Nintendo fallen wichtige Umsätze für den traditionsreichen Hersteller weg. Um diese wieder reinzuholen, hat Nintendo den riesigen chinesischen Markt jetzt für sich entdeckt und will im Reich der Mitte eine abgewandelte Version des GameCube veröffentlichen.

Auf den ersten Blick keine schlechte Idee. Warten in China doch theoretische 1,3 Mrd. Kunden auf frischen Spielenachschub. Zum Problem für Nintendo könnte nur die Produktpiraterie werden, die in China um ein Vielfaches verbreiteter ist als hierzulande.

Mit einem geschickten Schachzug möchte Nintendo den Softwaredieben ein Schnippchen schlagen. Denn statt der leicht auszulesenden und kopierbaren CD erhält der Kunde in China eine Flash Memory Card, die er im Geschäft seiner Wahl mit neuen Spielen aufladen lassen kann. Somit liefen alle Brennversuche vorerst ins Leere.

Ein weiteres Mittel, Raubkopierern das Handwerk zu legen, ist der Preis. Hier zeigt sich Nintendo aber wenig einsichtig. Zwar hören sich 498 Yuan (rund 52 Euro) für das Grundgerät und fünf Euro pro Spiel nach wenig an, bei einem Durchschnittseinkommen von 1000 Yuan im Monat (rund 104 Euro) wird sich der chinesische Arbeiter eine Anschaffung aber wohl zweimal überlegen.

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