Nintendo hat eine neue Offensive gegen internationale Produktpiraten gestartet. Im Zentrum stehen vor allem China, Paraguay und Mexiko. "Gelber Alarm" wurde außer für Hongkong, Südkorea und Taiwan auch für die EU gegeben.

Nintendo hat bei offiziellen Regierungsvertretern zahlreicher Länder um Mithilfe gegen die zunehmende Produktpiraterie ersucht. Insbesondere die Situation in China, Paraguay und Mexiko gebe Anlass zu Sorgen. Im vergangenen Jahr habe Nintendo allein in China nahezu eine Million illegal hergestellter Produkte beschlagnahmt, die internationale Rechte des japanischen Konzerns verletzt hätten. Paraguay wurde von Nintendo als einer der Großumschlagplätze der Produktpiraten ausgemacht. In Mexiko würden hingegen vermehrt gefälschte GBA-Cartridges auftauchen. Erst vor zwei Monaten sei es der mexikanischen Staatsanwaltschaft gelungen, ein Piratennest auszuheben. Gefunden wurden rund 20.000 illegal hergestelle Spielmodule. Einen nicht ausreichenden Schutz von Urheberrechten hat Nintendo zudem Hongkong, Taiwan, Südkorea, Venezuela, Chile und auch der Europäischen Union angelastet.

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