Nintendo muss für sein erstes Geschäftshalbjahr rückgängige Umsatz- und Gewinnzahlen vermelden. Auf Grund der schwächelnden Absatzmärkte Japan und Deutschland hat der Videospielkonzern seine Auslieferungszahlen für GCN- und GBA-Systeme nach unten korrigiert.

Nintendo musste für das erste Geschäftshalbjahr 2002/03 einen drastischen Gewinnrückgang vermelden. Gegenüber dem Vorjahr fiel der Unternehmensprofit um 44,8 Prozent auf umgerechnet rund 154,6 Mio. Euro. Auch der Umsatz ging zurück: Im Sechsmonatszeitraum erwirtschaftete der Videospielkonzern mit umgerechnet rund 1,69 Mrd. Euro 7,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2001/02. Neben einer schwächer als erwarteten Nachfrage nach GameCube- und Game-Boy-Advance-Systemen hätten auch Währungsschwankungen bessere Ergebnisse verhindert. Ähnlich wie der deutsche Markt leidet derzeit auch die japanische Unterhaltungssoftwareindustrie. Beide Absatzländer sind aktuell Nintendos Sorgenkinder. In Japan ist der Gesamtumsatz des Wirtschaftszweigs im Zeitraum April bis September 2002 um 13 Prozent zurückgegangen. Entsprechend hat Nintendo seine Absatzprognosen für seine aktuellen Videospielsysteme um 17 Prozent (GCN) respektive 21 Prozent (GBA) zurückgefahren. Für das Gesamtjahr rechnet der Major mit einem Umsatzplus von 8,1 Prozent auf umgerechnet rund 4,89 Mrd. Euro und einem Gewinnrückgang von 24,8 Prozent auf umgerechnet rund 651 Mio. Euro.

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