Nintendos Aktionäre durchkreuzen Vorstandspläne
Erstmals in der Unternehmensgeschichte haben Aktionäre einen Antrag des Nintendo-Vorstands abgelehnt. Auch künftig werden die Anteilseigner so Höhe und Auszahlungszeitpunkt der Dividenden mitbestimmen.
Novum bei Nintendo: Erstmals in der Unternehmensgeschichte wurde auf der vergangenen Jahreshauptversammlung ein Antrag der Firmenleitung durch die Aktionäre abgelehnt, berichtet "Reuters". Ausschlaggebend für die Ablehnung sei eine Änderung der Unternehmenssatzung gewesen, die dem Vorstand volle Kontrolle über Höhe und Zeitpunkt von Dividendenzahlungen gewähren sollte. Offenbar fürchteten zahlreiche Aktionäre, künftig geringere Dividenden zu erhalten. "Durch die Anpassung sollte der Vorstand mehr Autonomie erhalten, sodass Dividenden schneller und ohne vorherige Zustimmung der Aktionäre gezahlt werden können", erläuterte ein Unternehmenssprecher. Die Aktionäre sahen dies anders.