Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) und die Polizei haben einen Händlerring gesprengt. Zwei Personen wurden festgenommen und mehrere 10.000 Datenträger beschlagnahmt.

Für das GVU-Team um Geschäftsführer Joachim Tielke ist es "einer der größten Erfolge der letzten Jahre gegen die organisierte Wirtschaftkriminalität bei Softwarepiraterie". Am 10. Februar durchsuchten Kriminalbeamte und Mitarbeiter der GVU 14 Objekte im gesamten Bundesgebiet wegen des Verdachts auf Produkt- und Markenpiraterie bei aktuellen Kinofilmen, Unterhaltungssoftware, Anwendersoftware, Musik-CDs und E-Books.

Großer Erfolg für GVU und Polizei

Dabei wurden zehntausende Datenträger mit Raubkopien beschlagnahmt. Zudem wurden 24 PC-Anlagen, 31 CD-/DVD-Brenner und Vermögenswerte in Höhe von 200.000 Euro eingezogen. Der entstandene Schaden, der derzeit noch nicht genau beziffert werden kann, liegt voraussichtlich im mehrstelligen Millionenbereich. Die Drahtzieher, ein 43-jähriger Braunschweiger und seine Lebensgefährtin, hatten zahlreiche Abnehmer, viele davon im Ausland.

Unter anderem in Griechenland, Holland, der Schweiz, Schweden und Italien. Den Tätern wird vorgeworfen, seit Jahren in großem Stil illegal Filme, Videospiele und Software aus dem Netz heruntergeladen, vervielfältigt und damit Handel getrieben zu haben. Auf die Spur kamen die Ermittler den Piraten über einen 38-jährigen Mann aus dem oberbayerischen Freising, der bereits im November 2002 festgenommen worden war.

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