Mit "Pokémon Colosseum" präsentiert Nintendo eine zeitgemäße Neuauflage des erfolgreichen N64-Titels "Pokémon Stadium". Dessen nicht genug, weht dank neuartigem Rollenspielmodus frischer Wind in die beliebten Arenakämpfe.

Rund vier Jahre nachdem "Pokémon Stadium" die Herzen der N64-Anhänger im Sturm eroberte, dürfen GameCube-Besitzer ihre mit den GBA-Spielen "Pokémon: Rubin-Edition" und "Pokémon: Saphir-Edition" gesammelten Monster in rundenbasierte Taktikkämpfe schicken. Die (rund 380) Monster werden einfach via GCN/GBA-Linkkabel ins Spiel übertragen. Neben den bekannten Kämpfen, die in detailreichen 3D-Arenen gegen den Computer oder bis zu drei menschliche Gegner ausgetragen werden, macht vor allem der rollenspielartige Storymodus das Spiel für Solozocker interessant - auch über die Grenzen der Pokémania hinaus. Und so ünermimmt der Spieler die Rolle eines stachelhaarigen Pokémon-Trainers, der es in einer originellen Steampunk-Welt mit einer Gang skrupelloser Malefikanten aufnimmt.

Diese Unsympathen haben rund 50 niedliche Minimonster zu garstigen Crypto-Pokémons pervertiert. Die Aufgabe ist es nun - neben rundenbasierten Monsterduellen gegen andere Trainer oder Gangmitglieder -, die versauten Viecher einzufangen und zurückzuverwandeln. Die Cryptos schnappt man aber nicht in freier Wildbahn, sondern erstmals ausschließlich während der Duelle. Dieser "Krallen" genannte Vorgang geht mit Hilfe spezieller Pokébälle vonstatten und ist nur von Erfolg gekrönt, wenn die Beute geschwächt ist.

Erfreulicherweise hat Nintendo of Europe hat die Schwerpunkte von "Colosseum" richtig ausbalanciert und somit einen Schritt in die richtige Richtung gemacht: Während sich der Duellmodus eher an Hardcorefans der genannten GBA-Editionen richtet, finden Pokémon-Unkundige mit dem erfrischenden Rollenspielpart einen motivierenden Einstieg in die Welt der Taschenmonster. Diese präsentiert sich sauber gestaltet und wesentlich erwachsener, als man es von anderen "Pokémon"-Titeln bislang gewohnt war. Glanzpunkt des Spiels sind die hervorragenden Animationen der Pokémon, die überzeugend und voll gewitzter Einfälle durch die butterweich animierten Arenen wuseln. Die Präsentation der Spielfiguren im RPG-Part ist dagegen gutes Mittelmaß. Ein netter Bonus ist die beigelegte Memory Card 59. Noch mehr fürs Geld bekommen Spieler übrigens mit dem "Pokémon Colosseum Mega Pak". Neben einem schwarzen GameCube und dem Spiel enthält das Bundle das Pokémon-Archivierungssystem "Pokémon Box" als Bonus Disc, ein GCN/GBA-Linkkabel und eine Memory Card 251.

Fazit: Alles in allem ist "Pokémon Colosseum" ein unterhaltsames Rollenspiel, das mit einem zu starrem Storykorsett allerdings nicht mehr ganz zeitgemäß erscheint. Für Fans der Taschenmonster dennoch ein absolutes Muss.

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Gamescom 2026: Snapshots From the Business Area - Part 2
From left: Martin Filipp, Mipumi; Jutta Scheibelberger, Wirtschaftsagentur Wien; Elisabeth Strahser, Fachverband UBIT; Markus Gumplmayr, Außenwirtschaft Austria (c) GM PW

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By Pascal Wagner 2 min read