Dem game-Sommerfest stattete auch Finanzminister Christian Lindner einen Besuch ab. Vor Gästen aus Medien, Politik und Branche sprach der FDP-Politiker von der Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für Gamesunternehmen in Deutschland weiter zu verbessern. Games seien wichtiger Wirtschaftsfaktor und bedeutendes Kulturgut.

Beim gestrigen Sommerfest des game - Verband der deutschen Games-Branche waren rund 500 geladene Gäste aus Medien, Politik und der Branche anwesend. Auch Bundesfinanzminister Christian Lindner hielt eine Rede und hob die "besondere Bedeutung von Games als wichtigem Wirtschaftsfaktor und bedeutendem Kulturgut" hervor. Er wolle sich zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weiter für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Gamesunternehmen in Deutschland einsetzen. Lindner möchte ebenfalls für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit von E-Sport eintreten. "game-Geschäftsführer Felix Falk forderte den Finanzminister und die versammelten Gäste auf, gemeinsam weiter mit voller Kraft an dem Ziel zu arbeiten, Deutschland zum internationalen Leitmarkt für Games zu machen. Die Potenziale seien riesig und noch nicht einmal im Ansatz ausgeschöpft", schreibt der Verband weiter.

Julia Pfiffer, stellevertretende game-Vorstandsvorsitzende und Co-CEO von astragon, bringt die aktuelle Lage in Hinblick auf den Antragsstopp und die Kürzung der Mittel für die Bundesförderung im Haushalt 2024 auf den Punkt: "Für die Gamesbranche stehen entscheidende Wochen an: Der erneute Antragsstopp bei der Gamesförderung auf Bundesebene und der gekürzte Haushaltsentwurf der Bundesregierung, drohen Deutschland bei seiner Aufholjagd zu den internationalen Top-Standorten der Gamesentwicklung weit zurückzuwerfen. Stattdessen braucht es für den Bundeshaushalt 2024 dringend die Erhöhung des Förder-Budgets auf 125 Millionen Euro und mittelfristig den Einstieg in eine steuerliche Gamesförderung, ansonsten werden die ersten so positiven Entwicklungen wie die stark steigende Anzahl von Gamesunternehmen und Arbeitsplätzen gleich wieder ausgebremst".

game-Geschäftsführer Felix Falk ergänzt: "Ob die Rede von Finanzminister Christian Lindner oder die direkten Gespräche mit den vielen Politikerinnen und Politiker auf unserem Sommerfest: Sie alle zeigen, dass parteiübergreifend längst erkannt wird, dass gute Rahmenbedingungen für Games, allen voran eine international vergleichbare Förderung, wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands als Digital- und Wirtschaftsstandort sind. Nun müssen Taten folgen."

Neben Christian Lindner waren noch zahlreiche weitere Politiker:innen auf dem game-Sommerfest, unter anderem Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa und Medien, Dorothee Bär, Bundestagsabgeordnete der CSU, sowie Manuel Höferlin, Innenpolitscher Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag und Vorsitzender der fraktionsübergreifenden Parlamentariergruppe E-Sport und Gaming.

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Written by

Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.