Baden-württembergische Popkulturinitiative denkt Games nun mit
Zum Auftakt von Popländ, der Popkulturinitiative des baden-württembergischen Kunstministeriums, waren Games nirgendwo zu sehen. Beim zweiten Mal will Popländ Gaming nun stärker mitdenken. Speaker:innen aus der Branche fehlen aber dennoch.
Als der Baden-Württemberg-weite Dialogprozess Popländ unter Staatssekretär Arne Braun vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Mai 2023 anlief, war von Games in der Kommunikation und in der Expert:innen-Riege keine Spur. Auf GamesMarkt-Anfrage erklärte das Ministerium damals, der insgesamt aus vier Events von Mai 2023 bis Mai 2024 angelegte Prozess befinde sich in laufender Entwicklung, und man würde mit der MFG als Teil der Panels Games im Blick behalten.
Nun läuft am heutigen 30. November die 2. Sitzung von Popländ an. Und dieses Mal sollen Games tatsächlich von vornherein mitgedacht sein. "Pop in Baden-Württemberg – das ist viel Kreativität, viel Knowhow, viel Leidenschaft. Und das in vielen verschiedenen Sparten und Genres, von der Musik über Film und Games hin zu Spoken Word und Graffiti. Diese Kunstformen verdienen unsere Wertschätzung und auch unsere Aufmerksamkeit – wir wollen ihnen noch mehr Sichtbarkeit verleihen", so Staatssekretär Arne Braun in Freiburg. "Popländ ist deshalb unsere offene Einladung an alle Akteurinnen und Akteure – an die Kunstschaffenden und die Veranstaltenden ebenso wie die Popkultur-Rezipierenden: Ergreift die Initiative, äußert euch, gestaltet mit!"
Im Fokus der Sitzung sollen die Themen Safe Spaces und vielfältiges Geschichtenerzählen in der Popkultur stehen. Dafür sind diverse Künstler:innen und Eventorganisator:innen aus Baden-Württemberg als Impulsgeber:innen eingeladen. Auffällig ist jedoch erneut, dass sich darunter niemand aus der Gamesbranche befindet. "Die Themen des zweiten Popländ-Dialogs haben sich im Laufe der vergangenen Monate in vielen Gesprächen mit der Branche herauskristallisiert. Die Schwerpunkte zeigen, dass Kunst selten im luftleeren Raum stattfindet, dass sie sich selbst reflektiert und in Bezug setzt zu ihrem Umfeld und den aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. So fragen wir uns in Freiburg: Wie kann die Popkultur zu mehr Nachhaltigkeit beitragen? Wie sichern wir die Räume der Popkultur als ‚safe spaces‘ für alle? Und wie gewährleisten wir, dass in der Popkultur Geschichten erzählt und gehört werden, die die große Lebens- und Erfahrungsvielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln?", so Braun zum Fokus der Sitzung.