PwC prognostiziert deutschem Spielesektor dynamisches Wachstum
Im "German Entertainment & Media Outlook 2005-2009" wagen die Marktforscher von PricewaterhouseCoopers einen Ausblick auf die Zukunft der Medienbranchen in Deutschland. Das stärkste Wachstum wird dabei dem Videospielmarkt prognostiziert.
Am 26. Oktober stellt PricewaterhouseCoopers (PwC) auf den Münchener Medientagen die aktuelle Studie "German Entertainment & Media Outlook 2005-2009" vor. Glaubt man den Ergebnissen des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens, stehen alle Zeichen auf Wachstum. Um durchschnittlich 4,1 Prozent und damit deutlich stärker als das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde der Mediensektor wachsen. Der Gesamtumsatz soll bis 2009 von derzeit 55,3 auf rund 68 Mrd. Euro ansteigen.
Einen gesamtwirtschaftlichen Aufschwung erwarten die Marktanalysten allerdings nicht. Aufgrund des weiterhin schwachen Wirtschaftswachstums sei mit nur geringen Zuwächsen im Werbemarkt zu rechnen. Die Bedeutung der Endverbraucher-Ausgaben werden im Gegenzug steigen. Dem Anteil der Werbeeinnamen am Gesamtumsatz wird ein Rückgang um zwei auf 22 Prozent vorhergesagt. "Deutliches Wachstum erwarten wir vor allem in Bereichen, die weniger auf Werbeeinnahmen angewiesen sind", kommentierte Reinhard Müller, Partner bei PwC.
Ein entsprechender Boom wird daher auch im Videospielmarkt und hier besonderes im Marktsegment der Onlinespiele prognostiziert. Während der Videospielumsatz um durchschnittlich 16,9 Prozent im Jahr auf 2,9 Mrd. Euro wachsen werde, sollen klassische Computerspiele an Bedeutung verlieren. Wachstumstreiber werden die Marktsegmente Mobile- und Onlinegaming, so PwC. Um fast 60 Prozent jährlich auf bis zu 910 Mio. Euro 2009 wachse allein der Umsatz aus Onlinegebühren. "Damit ist der Spielesektor das dynamischste Segment der Medien- und Unterhaltungsbranche", so Frank Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe entertainment & Media bei PwC.