Sega Sammy: Spielegeschäft bilanziert wieder Schwarz
Das zum 31. März beendete Geschäftsjahr brachte Sega Sammy bei 7,3 Prozent Umsatzwachstum einen Gewinnzuwachs von 30,9 Prozent im Jahresvergleich ein. Die Spielesparte kehrte im Jahresverlauf in die schwarzen Zahlen zurück und setzte weltweit mehr als 16,4 Mio. Computer- und Videospiele ab.
Sega Sammy verzeichnete im zum 31. März beendeten Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 7,3 Prozent auf 553,240 Mrd. Yen (ca. 3,9 Mrd. Euro). Zuwächse verzeichnete der Konzern vor allem im Automaten- und Spielebusiness, der wichtige Zweig Pachinko-Maschinen, eine in Japan äußert populäre Glücksspielvariante, verzeichnete hingegen leichte Rückgänge. Im zweiten Jahr nach der Fusion von Sega und Sammy kommen die Rationalisierungseffekte voll zum Tragen. Daher übersteigt das Plus von 13,4 Prozent auf 119,114 Mrd. Yen (rund 841 Mio. Euro) beim operativen Gewinn den Umsatzzuwachs deutlich. Und auch Netto verbesserte sich das Konzernergebnis: Nach 50,574 Mrd. Yen (ca. 357 Mio. Euro) im Vorjahr verblieben nun 66,221 Mrd. Yen (ca. 468 Mio. Euro) unterm Strich - ein Plus von 30,9 Prozent.
Dabei wies auch und vor allem das Geschäft mit Computer- und Videospielen gute Zahlen aus. Insgesamt 16,4 Mio. Spiele wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr abgesetzt. Fast gleichauf mit dem japanischen Heimatmarkt (6,140 Mio. verkaufte Spiele) zeigt sich der europäische Absatz mit gut 6,060 Mio. verkauften Kopien. Erst auf dem dritten Platz folgt der US-Markt mit 4,1 Mio. Stück. Dank der guten Absatzzahlen, die vor allem dem Handheldsegment zuzuschreiben sind, kehrte die Consumer Division im abgelaufenen Geschäftsjahr in die schwarzen Zahlen zurück. Bei 90,352 Mrd. Yen Umsatz (ca. 638 Mio. Euro) wurden 1,977 Mrd. Yen (ca. 14 Mio. Euro) operativer Gewinn verbucht. Vor Jahresfirst mussten noch 8,809 Mrd. Yen (rund 62 Mio. Euro) Verlust hingenommen werden.
Und auch für das laufende Geschäftsjahr, das plangemäß zum 31. März 2007 enden wird, rechnet Sega fest mit dem Spielegeschäft. Trotz erheblich höherer Investitionen in Forschung und Entwicklung vertraut die Konzernleitung auf die Next-Generation-Konsolen sowie den anhaltenden Boom im Handheldmarkt. 21,9 Mio. Spiele sollen im laufenden Geschäftsjahr verkauft werden. Den größten Schub erwartet Sega Sammy in Europa. Mit prognostizierten Verkäufen von 8,9 Mio. Stück werde der europäische Markt Japan (6,7 Mio.) und die USA (6,3 Mio.) deutlich überflügeln. Als mittel- und langfristiger Wachstumstreiber wurde der Onlinespielemarkt erkannt. Die Investitionen in MMO-Projekte sollen in den kommenden Monaten erheblich erhöht werden. Parallel will Sega auch weiter neue Marken und Studios zukaufen. Dass der Konzern auch durchaus in Bieterwettbewerbe einsteigen kann, zeigt das auf 160,094 Mrd. Yen (ca. 1,1 Mrd. Euro) angewachsene kurzfristig verfügbare Vermögen.
Für das laufende Geschäftjahr rechnet die Konzernleitung mit einem Umsatzplus von 23,3 Prozent auf bis zu 682 Mrd. Yen (rund 4,8 Mrd. Euro). Das Nettoeinkommen soll im gleichen Zeitraum um 13,3 Prozent auf 75 Mrd. Yen (ca. 530 Mio. Euro) steigen.