Sony-Umsatz steigt um 7,4 Prozent
Der Sony-Konzern hat für das 3. Geschäftsjahresquartal überraschend gute Zahlen vorgelegt. Vor allem das Spielegeschäft hat zu alter Stärke zurückgefunden. Doch auch die Divisionen Music und Pictures haben deutlich zugelegt.
Sony kann mit seiner Performance in den Monaten Oktober bis Dezember 2001 mehr als zufrieden sein. Der Konzern schaffte es trotz der weltweit schwierigen Wirtschaftslage, den höchsten Quartalsumsatz seiner Firmengeschichte zu erzielen. Gleichzeitig stieg auch der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um fast zehn Prozent deutlich an. Die Steigerungen wurde nach Aussagen von Sony durch die Währungsschwankungen begünstigt. So habe sich der Yen sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro als deutlich schwächer erwiesen.
Electronics
Das ausgewiesene Umsatzplus reflektiert die Entwicklung fast aller Geschäftsfelder. Eine Ausnahme bildete jedoch Sonys umsatzstärkstes Segment Electronics. Hier erreichte der Konzern lediglich einen Umsatz von 1,55 Billionen Yen (13,2 Mrd. Euro). Dies sind 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der operative Gewinn der Sparte Electronics sank um 47 Prozent auf 70,6 Mrd. Yen (599 Mio. Euro). Der kumulierte Umsatz für die ersten drei Quartale betrug 4,06 Billionen Yen (34,5 Mrd. Euro) und lag damit knapp über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs sank im Jahresvergleich sogar um 82,5 Prozent auf 44,8 Mrd. Yen (380,4 Mio. Euro).
Games
Die Spielesparte hingegen fand zu alter Stärke zurück. So erreichte Sony Computer Entertainment (SCE) im 3. Geschäftsjahresquartal einen Umsatz von 383,2 Mrd. Yen (3,25 Mrd. Euro). Dies sind 62,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Unterschied zum Vergleichszeitraum konnte SCE in diesem Jahr auch wieder einen operativen Gewinn ausweisen. Er betrug 66,4 Mrd. Yen (563,3 Mio. Euro). Der kumulierte Umsatz für die ersten drei Quartale betrug im Gamessektor 780,9 Mdr. Yen (6,62 Mrd. Euro) - ein Plus von 66,3 Prozent. Gleichzeitig erzielte SCE in den ersten drei Quartalen mit 67,4 Mrd. Yen (571,3 Mio. Euro) den höchsten operativen Gewinn einer einzelnen Division innerhalb der Firmengruppe. Wie der Konzern ferner mitteilte, wurden zwischen Oktober und Dezember 2001 weltweit 5,42 Mio. PlayStation 2-Konsolen ausgeliefert. Damit erhöht sich die Zahl insgesamt ausgelieferter PS2 auf 24,99 Mio. Neben der Hardware wurden 52,7 Mio. Software-Units ausgeliefert, Spiele von Third-Partys inbegriffen. Seit Verkaufsstart haben damit 125,2 Mio. Spieleeinheiten die Fabriken in Richtung Handel verlassen.
Music
Entgegen dem allgemeinen Branchentrend hat sich auch das Musikgeschäft des japanischen Konzerns deutlich verbessert. Sony Music steigerte seinen Umsatz im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 209 Mrd. Yen (1,77 Mrd. Euro). Gleichzeitig stieg der operative Gewinn um 13,2 Prozent auf 23 Mrd. Yen (195,9 Mio. Euro). Alle drei Quartale addiert, betrug der Umsatz der Musikdivision 496,4 Mrd. Yen (4,21 Mrd. Euro). Das sind 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn für diesen Zeitraum stieg sogar um 86,5 Prozent auf 22,2 Mrd. Yen (188,6 Mio. Euro). Wegen der eher negativen Entwicklung in der Musikbranche kündigte der Sony-Konzern weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten in diesem Bereich an.
Pictures
Eine ebenfalls gute Entwicklung bilanziert Sony Pictures. Der Umsatz der Filmdivision kletterte im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Prozent auf 158,5 Mrd. Yen (1,34 Mrd. Euro). Dabei erzielte Sony Pictures einen operativen Gewinn von 292 Mio. Yen (2,48 Mio. Euro). Im Vorjahresquartal musste die Sparte allerdings noch einen Verlust von 2,39 Mrd. Yen (20,3 Mio. Euro) hinnehmen. In den ersten neun Monate erzielte Sony Pictures insgesamt einen Umsatz von 441,5 Mrd. Yen (3,74 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 21,5 Prozent. Der operative Gewinn in diesem Zeitraum betrug 19,6 Mrd. Yen (166,8 Mio. Euro). Auch hier hatte die Sparte im Vorjahr noch einen Verlust von 15,2 Mrd. Yen (128,6 Mio. Euro) wegstecken müssen. Mit diesen Ergebnissen hat der Konzern auch angekündigt, ein Restrukturierungsprogramm für den Bereich TV zu starten, um so die Kosten weiter zu senken.