Der Egoshooter "S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl" setzt auf brillante Technik, ein ausgeklügeltes Clansystem, zufallsgenererierte Aufträge, intelligente Gegner und einen ungewöhnlichen Schauplatz.

Jahre nach dem Supergau im Kernkraftwerk bei Tschernobyl kommt es erneut zur nuklearen Katastrophe. Das Gebiet wird vom sowjetischen Militär abgesperrt, da mittlerweile monströse Mutanten hier ihr Unwesen treiben. Dennoch schleichen sich regelmäßig schwer bewaffnete Schatzsucher, Stalker genannt, in die verbotene Zone, um Ausrüstung und wertvolle Artefakte zu mopsen. Das Diebesgut verhökern sie anschließend Gewinn bringend an Wissenschaftler und fahrende Händler. Der Spieler verkörpert einen dieser Glücksritter und arbeitet sich nicht nur tief ins Innere des Kraftwerks vor, sondern deckt nebenbei auch noch eine Verschwörung auf, bei der die Regierung ihre Finger im Spiel hat.

Damit das spannende Endzeitszenario stilecht umgesetzt werden konnte, haben die Programmierer des ukrainischen Entwicklers GSC Game World einige Male den realen Ort des Geschehens aufgesucht, wo sie Fotos schossen und authentische Skizzen verwahrloster Zivil- und Militärgebäude anfertigten. Das Resultat: eine über 30 Quadratkilometer große Welt, die aus Speichergründen noch einmal in 18 Sektoren aufgeteilt ist. Um längere Strecken schneller hinter sich zu bringen, kapert man kurzerhand eins von 15 Fahrzeugen. Neben Militärjeeps wird sogar der russische Kampfhubschrauber "Hind" mit von der Partie sein. Grafisch hält das für das 1. Quartal 2005 angekündigte PC-Spiel problemlos mit der aktuellen Genrekonkurrenz mit: Bei den Außenabschnitten fallen besonders die hohe Sichtweite und der enorme Detailgrad der Vegetation ins Auge. Realistische Lichteffekte durch Sonneneinstrahlung oder am Himmel zuckende Blitze zeigen, wozu moderne 3D-Grafikkarten fähig sind.

Die schön modellierten Feinde bewegen sich sehr flüssig und reagieren gewitzt auf die Angriffe des Spielers. Überhaupt haben die Entwickler großen Wert auf eine glaubwürdige Spielwelt gelegt: Sämtliche Geschöpfe haben individuelle Eigenschaften, benötigen Schlaf und Nahrung und sind an die alle drei Stunden wechselnde Tageszeit gebunden. Einige Kreaturen jagen bevorzugt in der Dunkelheit, andere halten sich lieber versteckt, sobald die Sonne untergeht.

Aber auch die Natur hat ihre Tücken: Zum einen sorgen die dynamischen Wetterbedingungen ständig für neue Sichtverhältnisse, zum anderen hat der nukleare Supergau unangenehme Nebenfolgen: In einigen Bereichen zeigen sich Anomalien. Hier treten plötzlich Erdbeben auf, oder die Schwerkraft ist kurzerhand außer Kraft gesetzt. Ohne den passenden Schutzanzug, samt Warnvorrichtung, wird der Spieler mancherorts sein blaues Wunder erleben.

Langzeitmotivation versprechen zufällig generierte Nebenaufgaben, die abseits der 36 Aufträge der Hauptkampagne auf ihre Erledigung warten. Trifft man während seiner Streifzüge etwa auf Händler, springt oftmals ein Job dabei heraus. Ähnlich wie in einigen Rollenspielen haben sich die auf der Suche befindlichen Stalker in Clans zusammengeschlossen. Der Spieler schließt sich zu Beginn einer solchen Gruppierung an und trifft während seiner Reisen häufig auf Kameraden. Von ihnen erhält man neue Aufträge, treibt mit ihnen Handel oder bekommt sogar Unterstützung in der nächsten Mission. Ballert der Spieler jedoch versehentlich einen befreundeten Stalker über den Haufen, wird er als vogelfrei abgestempelt. Die Folge: Die Beschaffung von neuen Ausrüstungsgegenständen wird schwieriger, und der Spieler gerät noch häufiger unter Beschuss.

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25 Years of CipSoft: Getting a Bit Better Every Year
Stephan Payer, Stephan Vogler, Ulrich Schlott, and Guido Lübke (from left to right) founded CipSoft 25 years ago and celebrate the anniversary | Picture: CipSoft

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By Stephan Steininger 8 min read
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