Umsatz, Nettobuchungen und Gewinn sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei Electronic Arts gestiegen. CEO Andrew Wilson spricht von einem Rekord-Quartal, das durch "FIFA 23" und "Star Wars Jedi: Survivor" angefeuert wurde. Auch der Ausblick zeugt von Selbstbewusstsein.

Electronic Arts meldet starke Geschäftszahlen für das erste Quartal des FY24, das die Monate April, Mai und Juni 2023 umfasst. Der Publisher steigerte seinen Umsatz um neun Prozent auf 1,92 Milliarden Dollar (etwa 1,75 Milliarden Euro), die Nettobuchungen um 21 Prozent auf 1,58 Milliarden Dollar (ca. 1,44 Milliarden Euro) und den Nettogewinn um 29 Prozent auf 402 Millionen Dollar, das sind rund 366 Millionen Euro. Das Unternehmen kaufte im Quartal außerdem 2,6 Millionen Aktien zurück.

"EA hat ein Rekord-Quartal abgeliefert, angetrieben von einer starken Dynamik bei EA Sports Global Football und "Star Wars Jedi: Survivor"", sagte CEO Andrew Wilson, der zugleich hohe Erwartungen an "Madden NFL 24", "EA Sports FC 24" und ihre mehrjährige Pipeline schürt. "Wir hatten einen starken Start in das Geschäftsjahr mit einem Nettobuchungszuwachs von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der durch neue Veröffentlichungen, anhaltendes Wachstum bei den Live-Diensten, gutes Engagement und die Akquisition neuer Spieler geprägt war", sagte CFO Stuart Canfield. Im besagten Quartal wurden unter anderem "Star Wars Jedi: Survivor", "EA Sports PGA Tour", "Lord of the Rings: Heroes of Middle-earth" (Mobile), "Super Mega Baseball 4", "F1 23" und mehrere Add-ons für "Die Sims 4" veröffentlicht. "Mit Blick auf die Zukunft konzentrieren sich unsere Teams weiterhin darauf, langfristiges Wachstum und Rentabilität zu erzielen." Wilson fügte bei der Investorenkonferenz hinzu, dass sie derzeit keine Firmenübernahmen verfolgen würden, aber grundsätzlich daran interessiert seien.

"Star Wars Jedi: Survivor" wird von Electronic Arts als "kommerzieller Erfolg" mit Millionen von Spielenden bezeichnet. Konkrete Verkaufszahlen wurden nicht genannt, auch nicht, ob sich die technischen Probleme des Titels auf die Verkäufe ausgewirkt hätten. Bei der Telefonkonferenz wurde noch hervorgehoben, dass die Spieler:innen mehr Zeit in dem Titel als im Vorgänger ("Star Wars Jedi: Fallen Order") verbringen würden. Außerdem würde Respawn Entertainment an Umsetzungen für PlayStation 4 und Xbox One arbeiten.

Der Battle-Royale-Shooter "Apex Legends" hat 18 Millionen monatlich aktive Spieler:innen und eine Retention-Rate von über 70 Prozent. "Nach einer äußerst erfolgreichen 16. Saison starteten wir im Mai Saison 17 mit neuen Varianten des Gameplays und der Monetarisierung. Auch wenn diese neue Saison unsere finanziellen Erwartungen nicht erfüllt hat, hat das Team wichtige Erkenntnisse gewonnen, darunter neue Spielmechaniken, um die Spieler zu binden, die bereits jetzt für Aufwind sorgen", heißt es im Call-Transkript. Das Wachstum der Nettoeinnahmen von "FIFA 23" hat sich im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt, was ein Rekordquartal für die Franchise bedeutet. Zugleich soll diese Entwicklung das Potenzial einer vernetzten, massiven Online-Community weiter unter Beweis stellen.

Die Nettoeinnahmen des Gesamtgeschäftsjahres 2024 werden sich voraussichtlich auf etwa 7,3 bis 7,7 Milliarden Dollar belaufen. Der Nettogewinn soll zwischen 947 Millionen und 1,087 Milliarden Dollar liegen. Ob diese Ziele erreicht werden, wird maßgeblich davon abhängen, ob "EA Sports FC" an den Erfolg der FIFA-Reihe anknüpfen kann.

Neben "Madden NFL 24" und "EA Sports FC 24" wird der Publisher im laufenden Quartal noch "Immortals of Aveum" auf den Markt bringen. Im darauf folgenden Quartal soll "NHL 24" folgen. Auch "UFC 5" und ein bislang nicht angekündigtes Rennspiel, höchstwahrscheinlich ein WRC-Rallye-Titel von Codemasters, werden ebenfalls in diesem Geschäftsjahr erwartet. Ansonsten arbeitet das Unternehmen an "Dragon Age: Dreadwolf", "Skate", der Wiederbelebung von "EA Sports College Football", einem neuen Sims-Erlebnis mit Kreativfokus, den beiden Marvel-Projekten "Iron Man" sowie "Black Panther" und an einer Neuinterpretation von "Battlefield" als vernetztes Ökosystem.

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Marcel Kleffmann
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