Streaming: Aus Beam wird Mixer
Microsoft hat seinem Streaming-Dienst Beam einen neuen Namen gegeben: Mixer. Zudem starten neue Features wie Co-Streaming sowie die Beta von Mixer Create auf Mobilgeräten.
Im August 2016 kaufte Microsoft den Streaming-Anbieter Beam. Nun folgt das Re-Branding: Wie Matt Salsamendi, Beam-Gründer und jetzt bei Microsoft für die Weiterentwicklung zuständig, in einem Blogpost mitteilt, wurde Beam in Mixer umbenannt. Der neue Name spiegele wider, was Microsoft selbst an dem Dienst am meisten schätzte: Er bringt Menschen zusammen.
Der neue Name ist aber nicht die einzige Ankündigung, die Microsoft hinsichtlich des Streaming-Dienstes macht, der angeblich nahezu ohne Latenz live überträgt. Ab sofort sind Co-Streamings möglich. Dabei werden bis zu vier Streams per Splitscreen als ein Stream übertragen. Vor allem für Spiele wie "League of Legends" bei denen die Teams aus mehreren Spielern bestehen könnte das interessant sein. Zudem startet die Beta von Mixer Create, einer Streaming-App für Android und später auch iOS. Über die soll es beispielsweise möglich sein, Spiele wie Pokémon Go live zu übertragen. Dadurch würden auch location-basierte Interaktionsmöglichkeiten mit Zuschauern möglich.
Microsofts Bemühungen rund um Mixer kommen nicht von ungefähr. Gerade Games-bezogene Inhalte sind bei Video- und Streaming-Plattformen wie YouTube und Twitch sehr gefragt. Auf dem PC sind YouTube und Twitch mit großem Abstand führend. Und Konsolen-Konkurrent Sony setzt schon seit dem Start der PS4 erfolgreich mit seinem "Share"-Button auf Social-Media-Aktivitäten. Microsoft hat hier also Nachholbedarf. Als Trumpf könnte sich dabei die milliardenschwere "Minecraft"-Übernahme erweisen. Es waren schließlich oft Minecraft-Let's-Plays, die einst YouTuber wie Gronkh groß machten. Angeblich arbeitet das "Minecraft" auch an verschiedenen Möglichkeiten, um Mixer zum integralen Bestandteil des Spiels zu machen. Konkrete Ankündigungen dazu gab es heute jedoch nicht.