Streit zwischen WWF und WWE eskaliert
Der World Wide Fund for Nature (WWF) hat den US-Wrestlingverband WWE auf 90 Mio. Dollar Schadensersatz verklagt. Zugleich fordert der WWF einen sofortigen Verkaufsstopp von WWE-lizenzierten Videospielen. THQ hat mit Unverständnis reagiert.
Der Streit zwischen dem World Wide Fund for Nature (WWF) und World Wrestling Entertainment (WWE) geht in die nächte Runde. Der US-Wrestlingverband, vormals World Wrestling Foundation, also ebenfalls WWF abgekürzt, soll nach einer Klage der Naturschutzorganisation 90 Mio. Dollar Schadensersatz für Copyrightsverletzungen und Imageschädigung zahlen. Zudem fordert WWF einen Verkaufsstopp von WWE-lizenzierten Produkten, darunter auch für die von THQ und Jakks Pacific entwickelten Videospiele. Für die Rechtsanwälte der WWE ist die Forderung allerdings nur heiße Luft: "WWF hatte jetzt jahrelang Zeit, um Beweise für eine finanzielle Schädigung durch die WWE zu sammeln. Vor Gericht haben sie aber keinen Hauch eines Beweises vorlegen können", sagte WWE-Rechtsvertreter Jerry McDevitt. THQ hat mittlerweile mit einer Pressemitteilung reagiert und versichert, dass die Spiele "WWE SmackDown!: Shut Your Mouth" und "WWE Wrestlemania X8" weiterhin am Markt bleiben. Für die Vermarktung früherer Titel, die noch die Logos der WWF tragen, will sich THQ Alternativen überlegen.