Synergieeffekte effizient genutzt
Für die einen ist es Merchandising, für die anderen eine Crossmedia-Kooperation. Doch wie immer es die Marketingsprache auch nennt, das Prinzip ist immer gleich: Ein Produkt soll von der Bekanntheit einer branchenfremden Marke profitieren. Wenn diese "Marke" eine Musikgruppe ist, kann dies sogar noch hilfreicher sein. Schließlich können Stars und Sternchen wunderbar für Promotionzwecke eingesetzt werden. Auch in der Softwarebranche ist die Kombination mit Musikstar üblich. Als jüngstes Beispiel wäre "Britney's Dance Beat" zu nennen. Zur Ankündigung letztes Jahr auf der E3 kam der Traum nicht nur aller amerikanischen Teenies höchstpersönlich ins L.A. Convention Center. Doch es gibt noch viele weitere Beispiele mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansätzen: "Westlife Fan-O-Mania" von TDK mediactiveist eines, "KISS Psycho Circus" ein anderes, Ubi Softs "Ministry Of Sound - Interactive Edition" ein drittes. Einer der Vorreiter bei der effektiven Nutzung von Synergien mit der Musikindustrie ist jedoch im PC-Sektor einmal mehr Marktführer Magix: Jeweils rechtzeitig zum Medienhype brachten die Berliner einen entsprechend gebrandeten "music maker" inklusive Videofunktionalität auf den Markt. Herausgekommen sind dabei ein "BigBrother"-, ein "No Angels"- und ein "Bro'Sis-Music & Video Maker". Gerade die Anbieter von Musikkreationssoftware können sich also mit Hilfe von Lizenzen auf zwei Zielgruppen einstellen, den begeisterten Hobbymusiker und die Masse an Musikfans. Und die haben eines gemeinsam: Beide sind bereit, Geld für ihre Leidenschaft auszugeben.