Wie erwartet belastet der "Hot Coffee"-Skandal die Take-2-Bilanz im dritten Quartal. Während der Umsatz anstieg, verdoppelte sich das Minus.

Der "Hot Coffee"-Skandal wirft einen Schatten auf das am 31. Juli beendete dritte Quartal von Take 2 Interactive. Trotz eines sechsprozentigen Umsatzplus' auf 169,9 Mio. Dollar stieg auch der Verlust an. Von 14,4 Mio. Minus im Vorjahresquartal verdoppelte sich der Fehlbetrag auf 28,8 Mio. Dollar oder 41 US-Cent je Aktie. Trotz "Hot Coffee" zählte "GTA: San Andreas" zu den stärksten Titeln im abgelaufenen Quartal. Außerdem hob der Publisher noch "Midnight Club 3 DUB Edition" für PSP und den Multiplattformer "Charlie und die Schokoladenfabrik" hervor.

Der Neunmonatszeitraum bis Ende Juli wurde mit 30 Prozent Umsatzplus auf 894,4 Mio. Dollar und einem Nettogewinn von 18,3 Mio. Dollar oder 26 US-Cent je Aktie beendet. Im Vorjahr verzeichnete Take 2,7 Mio. Dollar Gewinn.

Mit der Quartalsbilanz passte Take 2 die Prognosen für das Gesamtjahr erneut der aktuellen Situation an. Neben den Umsatzausfällen durch den Verkaufsstopp von "GTA: San Andreas" macht sich besonders die Verschiebung von "Bully" bemerkbar. Entwickler Rockstar solle noch etwas mehr Zeit für das Feintuning bekommen, weshalb der PlayStation-2-Titel nicht mehr in diesem Geschäftsjahr veröffentlicht wird. Besser sieht es hingegen bei "Civilization IV" aus. Entwicklerlegende Sid Meier und sein Team von Firaxis Games sind dem Zeitplan offensichtlich voraus. Eigentlich für das im November 2005 beginnende neue Geschäftsjahr geplant, erscheint "Civilization IV" jetzt schon im vierten Quartal.

Für das Gesamtjahr erwartet Take 2 einen Nettogewinn zwischen 85 und 90 US-Cent je Aktie bei 1,22 bis 1,27 Mrd. Dollar Umsatz. Vor "Hot Coffee" ging die Unternehmensführung von bis zu 1,35 Mrd. Dollar Umsatz aus.

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By Stephan Steininger 1 min read