Während der weltweite Spielemarkt im Zeitraum April 2005 bis Ende März 2006 um drei Prozent nachgab, erzielte Ubisoft im gleichen Zeitraum ein Umsatzplus von ebenfalls drei Prozent. Dem Generationswechsel bei den Konsolen ist es geschuldet, dass die Franzosen dennoch weniger verdienten als im Vorjahr.

Die nun vorgelegten Ubisoft-Geschäftszahlen für das zum 31. März beendete Geschäftsjahr bestätigen die Strategie des französischen Publishers, schon früh und mit aller Macht in das Next-Generation-Geschäft einzusteigen. Denn während der Gesamtmarkt von April 2005 bis Ende März 2006 um drei Prozent nachgab, erzielte Ubisoft im gleichen Zeitraum ein Umsatzplus von drei Prozent auf 547,1 Mio. Euro. Im internationalen Vergleich liege man damit auf vierter Position, betonte das Unternehmen.

Maßgeblichen Anteil an der positiven Geschäftsentwicklung hatten Titel für Xbox 360. "Ghost Recon: Advanced Warfighter" und "Peter Jackson's King Kong - The Official Game Of The Movie" entwickelten sich zu Topsellern auf der Microsoft-Konsole. 30 Prozent des Gesamtumsatzes wurden laut CEO Yves Guillemot bereits mit Next-Gen-Software generiert. Allein von "King Kong" wurden über alle Plattformen hinweg mehr als 4,5 Mio. Einheiten weltweit abgesetzt.

Einher ging der Wechsel auf Next-Gen allerdings auch mit höheren Entwicklungskosten sowie verstärkten Investitionen ins Marketing. Der Nettogewinn der Ubisoft-Gruppe brach daher im Jahresvergleich um fast 52 Prozent auf 11,9 Mio. Euro ein. Der eingeschlagene Weg soll aber konsequent weitergegangen werden. Guillemot: "Auch das laufende Geschäftsjahr wird mit dem Markteintritt von PlayStation 3 und Nintendo Wii vom Konsolen-Generationswechsel bestimmt werden. Wir erwarten für die kommenden Monate ein Umsatzplus zwischen fünf und zehn Prozent, während der Gesamtmarkt um schätzungsweise sieben Prozent nachgeben wird." Erreichen will Ubisoft die ehrgeizigen Zielen mit Keytiteln wie "Assassin's Creed", "Red Steel" oder auch "Heroes Of Might And Magic V". "Ubisoft wird weiterhin offensiv in neue Produkte und Märkte investieren, um schneller als der Markt zu wachsen", versprach Guillemot. Aus den Augen verlieren will das Unternehmen auch nicht den weiteren Schuldenabbau. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Verbindlichkeiten um neun Mio. auf nun 65,3 Mio. Euro reduziert.

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By Pascal Wagner 4 min read