Urheberrecht: "Regierungsentwurf ist Bankrotterklärung"
Der Regierungsentwurf zum neuen Urheberrecht entzieht den Anbietern digitaler Inhalte die Existenzgrundlage, kritisiert der Deutsche Multimedia Verband (dmmv).
Der Deutscher Multimedia Verband (dmmv) hält den Regierungsentwurf zur Umsetzung der EU-Direktive zum Urheberrecht für unzureichend. , hatte der Bundesrat im September umfangreiche Nachbesserungen an dem Regelwerk gefordert - die jetzt vom Kabinett vorgelegte Gegenäußerung beinhalte laut dmmv "eine faktische Legalisierung der Vervielfältigung von Raubkopien". Der dmmv hält zwar am Recht auf Privatkopie fest, doch müssten die "Urheberrechte digitaler Produzenten in der Gesetzesnovelle adäquat berücksichtigt werden". Der Verband setze alles daran, um noch Nachbesserungen am Entwurf zu erreichen, denn ohne ausreichenden Schutz vor Piraterie "wird die Investitionsbereitschaft in der Medien- und Internetwirtschaft massiv abnehmen", warnt Friederike Behrends, Leiterin des dmmv-Arbeiteskreises Medienpolitik.