US-Börsengesetze kommen Electronic Arts entgegen
Die Kosten für ausgeübte Aktienoptionen müssen Unternehmen in den USA nicht als reguläre Ausgaben verbuchen. Electronic Arts hat nun heute zugegeben, dass eine Änderung dieser Praxis den Gewinn des Unternehmens im letzten Geschäftsjahr um 26 Prozent geschmälert hätte.
Im Jahresbericht an die US-Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) hat Electronic Arts angegeben, vom derzeitigen Steuerrecht, wonach die Umwandlung von Optionsscheinen in Aktien nicht gewinnbelastend verbucht werden muss, deutlich profitiert zu haben. Allein im vergangenen Geschäftsjahr hätte der Konzern einen um 26 Prozent geringeren Gewinn erzielt, wenn man die Kosten aus ausgeübten Aktienoptionen als reguläre Ausgaben hätte verrechnen müssen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Statt 317 Mio. Dollar Gewinn wären nur 233,2 Mio. Dollar erzielt worden, so Electronic Arts. Trotz Protesten verschiedener Organisationen sind US-Unternehmen nicht gezwungen, die Kosten die durch Wandeloptionen entstehen, als reguläre Ausgaben in die Bilanz einzurechnen. Kritiker der derzeitigen Steuerpraxis argumentieren, dass auf diese Weise Kosten verschleiert würden. Zahlreiche Unternehmen hingegen plädieren für eine Beibehaltung der Regelung, so natürlich auch Electronic Arts. Eine Änderung würde es Anlegern nur erschweren, die operativen Kosten der Unternehmen zu erkennen.