US-Gericht verfügt Verkaufsstopp gegen Sony
Sony Computer Entertainment (SCE) unterlag in der vergangenen Woche vor einem US-Gericht in der Streitsache gegen Immersion. Neben Schadensersatz in zweistelliger Millionenhöhe verfügte das Gericht zudem einen Verkaufsstopp gegen den Konsolenhersteller. SCE legte umgehend Berufung ein.
In den USA ist Sony Computer Entertainment (SCE) vor einem Gericht im Streitfall gegen Immersion erneut unterlegen. Der kalifornische Richter gab den Argumenten Immersions Recht und verurteilte den Konsolenhersteller zu einem Schadensersatz in Höhe von 90 Mio. Dollar. Schwerer wiegt für SCE aber eine weitere Entscheidung des Gerichts, das einen Verkaufsstopp von PSone, PlayStation 2, Controllern und 47 Spieletiteln verhängte. SCE legte umgehend Berufung ein, weswegen das Urteil bis zur Bestätigung durch eine höhere Instanz von der Vollstreckung ausgesetzt ist. Reuters-Analysten bezweifeln, dass der worst case tatsächlich eintreten wird. Sollte Sony auch das kommende Verfahren verlieren, so die Nachrichtenagentur, wird der Konzern die Strafe wohl zahlen und künftig Lizenzgebühren an Immersion entrichten.
SCE und Immersion streiten sich seit längerem um die Verwendung der Dual-Shock-Technologie. Immersion sieht Unternehmenspatente verletzt und verlangt daher Lizenzgebühren von Sony. Der Elektronikkonzern bestreitet allerdings die Vorwürfe. Wann der Fall erneut zur Verhandlung kommt, ist derzeit nicht bekannt.