In Sachen PC-Spiele schlägt die USA derzeit genau den umgekehrten Weg wie Deutschland ein. Laut NPDTechworld hat in den USA zwar der Umsatz mit PC-Spielen weiter zugenommen, der Absatz ist in den ersten zehn Monaten 2002 aber deutlich zurückgegangen.

Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2002 konnte die US-amerikanische Unterhaltungssoftwareindustrie in Sachen PC-Spiele eine erneute Umsatzsteigerung um 1,2 Prozent auf 956 Mio. Dollar für sich verbuchen. Zeitgleich fiel laut dem Marktforschungsinstitut NPDTechworld allerdings der Absatz um 6,2 Prozent auf 41,6 Mio. Units. Gestiegen seien nur die Mengenverkäufe von AddOn- und Sequel-Produktionen. Hier sei der Absatz um 400.000 auf 3,1 Mio. Units geklettert. Einmal mehr entwickelt sich damit der US-Markt genau entgegengesetzt zum deutschen Markt. Hierzulande wurde im PC-Software-Gesamtmarkt zum ersten Halbjahr 2002 ein Umsatzrückgang von 17,2 Prozent auf 386,3 Mio. Euro verbucht. Der Absatz hingegen entwickelt sich weiter nach oben. Gründe für die uneinheitliche Entwicklung in den USA könnten laut NPDTechworld unter anderem die gestiegenen Durchschnittspreise für PC-Spiele sowie die zunehmende Multiplattformauswertung sein. Die Durchschnittspreise stiegen von 32 auf 37 Dollar. Die zehn erfolgreichsten Spiele im Zehn-Monats-Zeitraum waren "Die Sims: Urlaub total" (EA), "WarCraft III" (Vivendi Universal Games), "Die Sims", "Medal Of Honor: Allied Assault", "Harry Potter und der Stein der Weisen" (alle EA), "RollerCoaster Tycoon" (Infogrames), "Die Sims: Tierisch gut drauf" (EA), "Neverwinter Nights" (Infogrames) und "Microsoft Zoo Tycoon".

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