Die Deutsche Messe AG verlegt die CeBIT 2018 in den Sommer und verpasst ihr zudem ein neues, Event-orientiertes Auftreten. Zumindest in einigen Punkten könnten sich CeBIT und gamescom deshalb in die Quere kommen.

Es war eine der Überraschungen der CeBIT 2017. Die Deutsche Messe AG hat eine Verlegung des Termins für 2018 angekündigt. Statt im März findet die CeBIT künftig im Juni statt. Konkret ist die CeBIT im kommenden Jahr vom 11. bis 15. Juni geplant. Doch es bleibt nicht nur bei einem neuen Termin. "Wir werden die CeBIT zu Europas führender Eventplattform und zum Festival für digitale Technologie, digitale Innovation und Geschäftsanbahnung der digitalen Wirtschaft umbauen", so Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG. Gemeinsam mit der digitalen Wirtschaft soll die CeBIT von Grund auf umgebaut werden.

Im Mittelpunkt der neuen CeBIT steht ein zentraler d!campus. Der befindet sich auf dem Freigelände am Expo-Holzdach. "Er wird Ort der Begegnung, für Showcases und Open-Air-Inszenierung, Austausch und Party", heißt es dazu aus Hannover. In den Hallen rund um den Campus finden sich die drei zentralen Bereiche der neuen CeBIT: d!conomy, d!tec und d!talk.

Vom zeitlichen Ablauf soll der erste CeBIT-Tag den Top-Entscheidern, der Politik und den Medien vorbehalten sein. Von Dienstag bis Donnerstag stehen die professionellen Besucher im Fokus. Am Donnerstag ist ein noch nicht näher benanntes Event-Highlight geplant, das die Überleitung zu einem allgemeinen Publikumstag am Freitag bilden soll.

Vergleicht man die CeBIT mit der gamescom, deckt die CeBIT die Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt deutlich allgemeiner ab. Trotzdem dürfte sich durch die stärkere Eventausrichtung und die Brücke zum Publikum die Schnittmenge zur gamescom vergrößern. Dass die neue CeBIT auch terminlich an die gamescom heranrückt, ist ebenfall bemerkenswert.

Natürlich muss sich die neue CeBIT erst noch beweisen. Und mit nur einem Publikumstag stehen die Verbraucher, die am Ende des Tages die ausgestellten Digitalprodukte konsumerieren sollen, noch nicht im Fokus der Messe. Auf der anderen Seite ist Konzeptänderung wesentlich kosequenter als es beispielsweise der Versuch war, mit der CeBIT Home eine Verbrauchershow zu etablieren. Der scheiterte einst kläglich, war am Ende aber der Auftakt zur nicht ganz gradlinigen Reise der Gamesbranche bis zur heutigen gamescom.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.