Am 18. November verlieh der US-Kabelsender Spike TV die diesjährigen Spike-Awards. Entgegen den Prognosen setzte sich Blizzards "World Of WarCraft" in zahlreichen Kategorien gegen die Konkurrenz durch. Die Verleihung wurde zwar mit einem wahren Staraufgebot aufgewertet, US-Kritiker fanden dennoch reichlich Anlass zur Kritik.

Mit den Spike-Awards will der US-Kabelsender Spike TV für die Spielebranche das schaffen, was die MTV Video Music Awards für die Musikbranche längst sind - eine unterhaltsame Preisverleihung inklusive Promiaufgebot und hohen Einschaltquoten. Die diesjährige Verleihung ging am vergangenen Freitag in Los Angeles über die Bühne und bot neben zahlreichen Verbesserungen auch Anlass zur Kritik.

So führte Host Samuel L. Jackson US-Kritiken zufolge unterhaltsam durch die Show. Rededuelle mit einzelnen Laudatoren lockerten die Atmosphäre immer wieder auf. Als großer Sieger ging Blizzards "World Of WarCraft" mit insgesamt vier Auszeichnungen aus dem Abend hervor und verwies damit den hohen Favoriten "Peter Jackson's King Kong - The Official Game Of The Movie" mit drei Preisen auf den zweiten Rang. Den Titel des besten Spiels 2004 heimste Capcom für "Resident Evil 4" ein. Politisch wurde es bei der Auszeichnung des besten Action Games, die an den PS2-Titel "God Of War" ging. Den Preis nahm Entwickler David Jaffe entgegen, der die Gelegenheit nutzte, um sich für die künstlerische Freiheit von Gamesdesignern stark zu machen.

Zwar zeigten sich US-Medien von der Professionalität der Veranstaltung, in deren Verlauf u.a. Missy Elliott, Def Leppard und Rapper 50 Cent auftraten, durchaus beeindruckt, an Kritik wurde dennoch nicht gespart. So habe sich das geladene Publikum recht desinteressiert an den eigentlichen Preisträgern gezeigt. Nachdem mit dem Auftritt Missy Elliotts der Höhepunkt im Showprogramm absolviert war, hätte sich der Saal merklich geleert, so u.a. "Gamespot". Die restlichen Awards wurden vor halbleeren Rängen verliehen. Spike TV wird die Verleihung am 10. Dezember in den USA ausstrahlen.

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