Yee wirft ESRB Interessenkonflikt vor
An einem inoffiziellen Sex-Mod für "GTA: San Andreas" erhitzen sich in den USA die Gemüter. Während der kalifornische Abgeordnete Leland Yee das Entertainment Software Rating Board (ESRB) scharf angriff, ordneten die Jugendschützer eine offizielle Untersuchung an.
Take 2s "GTA: San Andreas" befindet sich in den USA einmal mehr im Brennpunkt der Kritik. Grund für die neue Diskussion ist ein inoffizieller Sex-Mod, der im Internet erhältlich ist und die Darstellung sexueller Handlungen in das Spiel integriert. Der kalifornische Abgeordnete Leland Yee sieht sich nun in seiner Ansicht bestätigt, "San Andreas" hätte vom Entertainment Software Rating Board (ESRB) die Altersempfehlung "Adults Only" (AO) bekommen müssen, was einem massiven Verkaufseinschränkung gleichgekommen wäre. In aller Regel verzichten die großen US-Händler nämlich darauf, "AO"-geratete Spieler zu listen. Dem ESRB warf Yee einen Interessenkonflikt vor. Vom US-Industrieverband Entertainment Software Association (ESA) ins Leben gerufen, habe das ESRB kein Interesse daran, Spiele mit der schärfsten Alterseinstufung zu versehen.
Derweil leitete das ESRB eine offizielle Untersuchung ein. So soll herausgefunden werden, ob der Patch bereits in der Verkaufsversion enthaltene Codes lediglich freischaltet oder die Sexszenen komplett aus der Moding-Szene kommen. Sollte sich bewahrheiten, dass die Szenen von Entwickler Rockstar stammen, kündigten die Jugendschützer Sanktionen gegen das Unternehmen an. So sei es durchaus möglich, die Jugendfreigabe nachträglich abzuändern. In einem ersten Statement gegenüber US-Medien stritt Rockstar Games jegliches Fehlverhalten ab. Auf Modifikationen aus der Spielerszene habe man als Entwickler keinen Einfluss.