Avanquest Software mausert sich nach der Übernahme von Nova Development zum weltweit agierenden Softwarehaus. Nun will das börsennotierte Unternehmen auch den Info-/Edutainment-Anbieter Emme schlucken. Mit Gegenwehr ist nicht zu rechnen: Beide Unternehmen streben eine freundliche Übernahme an.

Avanquest Software steigt im Eiltempo zu einem weltweit agierenden Softwarehaus auf. Kürzlich erst schluckte das börsennotierte Unternehmen Nova Development, womit sich die operative Größe der Gruppe in den USA auf einen Schlag verdoppelte, da ist bereits die nächste Akquise in Vorbereitung. Ziel ist der Info-/Edutainment-Anbieter Emme. Mit einer Gegenwehr der Emme-Eigner ist offenbar nicht zu rechnen, beide Vorstände streben nach Avanquest-Angaben eine friedliche Übernahme an. Durch den Zukauf, dem von Aktionärs- und Behördenseite noch zugestimmt werden muss, will die Avanquest-Gruppe in die erste Riege der internationalen Softwarehäuser aufsteigen. Auf den Unternehmensumsatz wird sich das Geschäft erheblich auswirken. Das angepeilte Umsatzziel von 100 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007 wird hierdurch voraussichtlich deutlich übertroffen werden.

Fraglich ist, wie sich das Unternehmen nach der Übername im europäischen Markt positionieren wird. Sowohl Avanquest als auch Emme sind in allen europäischen Kernmärkten mit eigenen Dependancen vertreten. Zwar sprechen die Unternehmen davon, dass sich die bestehenden Vertriebsstrukturen in den einzelnen Märkten optimal ergänzen, zeitgleich wird aber auch angekündigt, dass die sich ergebenden Synergieeffekte genutzt werden sollen.

Finanziert werden soll das Geschäft zum Teil durch Barmittel, zum Teil durch eine Kapitalerhöhung. Die neuen Aktien bietet Avanquest den Emme-Aktionären im Verhältnis neun zu zehn im Austausch an. Zudem wird je Emme-Aktie ein Aufschlag von 22,95 Euro geboten. Zusagen liegen bereits von Emme-Gründer Jean Guetta und Managing Director Oliver Wright vor, die insgesamt 6,5 Prozent der Anteile halten. Beide Führungskräfte würden auch nach erfolgter Übernahme in leitenden Postionen verbleiben. Während Jean Guetta für einen Vorstandsposten vorgesehen ist, soll Wright künftig die Rolle des General Managers Europe übernehmen.

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