Bitkom warnt und klärt auf
Gefälschte Softwareprodukte finden nicht nur über das Internet ihren Weg nach Deutschland, auch auf klassischem Wege wird Softwarepiraterie betrieben. Der deutsche Zoll beschlagnahmte 2006 Software in Millionenhöhe an den Grenzen.
Nicht nur das Internet dient Softwarepiraten als Vertriebsweg für illegal kopierte Medieninhalte. Auch auf klassischem Wege finden raubkopierte Produkte ihren Weg auf den deutschen Markt, wie nun der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) ins Gedächtnis rief. Verbandsangaben zufolge beschlagnahmte der Zoll im vergangenen Jahr illegal kopierte Softwareprodukte im Wert von 6,5 Mio. Euro an den deutschen Grenzen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Wert verdoppelt, warnt der Bitkom. "Die Produktpiraterie grassiert in vielen Branchen, aber die Hightech-Industrie trifft sie besonders hart", so Bitkom-Vizepräsident Prof. Jörg Menno Harms.
Mit entsprechendem Nachdruck betreibt der Bitkom in Brüssel und Berlin politische Arbeit. Unter Mitwirkung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries wurde im Verbandsauftrag die Broschüre "Die Wissensindustrie auf dem Weg durch das 21. Jahrhundert" verfasst, die der Bitkom zur Aufklärungszwecken einsetzen will. Die Broschüre kann über das Internet kostenlos bezogen werden.