BSA beklagt mangelndes Risikobewusstsein
Allzu blauäugig gehen vor allem mittelständische Betriebe aus Deutschland noch immer mit dem Thema IT-Sicherheit um, mahnt die Business Software Alliance. Welche Gefahren der Einsatz von Raubkopien im Unternehmen berge, werde häufig übersehen.
Besonders im deutschen Mittelstand ist der Wissensstand um die Gefahren durch den Einsatz illegaler Softwarekopien erschreckend niedrig, warnt die Business Software Alliance (BSA). Aktuelle Studien bringen ans Licht, dass vielfach blauäugig an das Thema IT-Sicherheit herangegangen werde. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung fand so heraus, dass sich 40 Prozent der Unternehmen nicht darüber im Klaren sind, aus welchen Quellen die im Geschäft eingesetzt Software stammt. Gefahren leiten aber die wenigsten Geschäftsführer aus diesem Umstand ab. Am ehesten besteht noch die Sorge vor strafrechtlicher Verfolgung, vor der sich 25 Prozent der Unternehmer fürchten. 18 Prozent gaben an, dass sie keinerlei Konsequenzen durch den Einsatz unlizenzierter Software fürchten.
Doch genau hier irre der Laie, warnt die BSA. Durch den Einsatz von Software aus dubiosen Quellen verzichtet der Unternehmer auf Updates, Service und Sicherheitsfunktionen, was ihn mitunter teuer zu stehen kommen kann. Zeigt doch eine aktuelle Studie von IDC1, dass 25 Prozent aller Webseiten, die illegale Business-Software vertreiben, auch gleich Spyware und Ähnliches an ihre Kunden übermitteln. Daten- und Systemverluste sowie erhebliche Risiken beim Urheber- und Lizenzrecht gingen daher zumeist Hand in Hand mit unlizenzierter Software.
"Kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich der ernsthaften Risiken klar werden, die sie durch den Einsatz illegaler Software eingehen: Gefahren für den Betrieb, für die IT und natürlich rechtliche und finanzielle Konsequenzen", warnt Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa der Business Software Alliance (BSA) "Auf überführte Firmen kamen im Schnitt 16.000 Euro an Schadensersatz und Rechtsverfolgungskosten zu. Diese Zahl kann im Einzelfall aber auch wesentlich höher liegen, in einem aktuellen Fall sogar bei rund 150.000 Euro. Zudem sind diese Kosten bei Weitem nicht das einzige Risiko, dem sich Firmen aussetzen."