"Bully": Thompson wittert neue Chance
Weil die Spielfigur in "Canis Canem Edit" auch mit männlichen Charakteren anbandeln kann, wittert der US-Anwalt Jack Thompson eine neue Chance für einen Skandal.
Jack Thompson lässt nicht locker. Zwar scheiterte der US-Anwalt kürzlich mit einem Veröffentlichungsverbot von "Bully" (hierzulande "Canis Canem Edit") vor Gericht. Nichtsdestotrotz ist Thompson weiter bemüht, einen Skandal um das Spiel inszenieren. Wie US-Medien berichten, könnte ihm dabei Entwickler Rockstar eine Steilvorlage gegeben haben. Offensichtlich ist es in "Bully" auch möglich, mit männlichen Schulkameraden anzubandeln - in Verbindung mit dem von Thompson als zu lasch eingeschätzen Teen-Rating des Entertainment Software Rating Boards (ESRB) in den USA Grund genug für einen handfesten Skandal. Thompson richtete sich direkt an ESRB-Präsidentin Patricia Vance und kündigte an, das Material an TV- und Radiostationen in den USA und Großbritannien zu übermitteln. Offenbar mit dem Ziel, bewusst eine Reaktion der Öffentlichkeit zu provozieren. Das ESRB sieht dem Ganzen gelassen entgegen. Wie die Organisation mitteilte, seien die von Thompson beanstandeten Inhalte in die Prüfung eingeflossen, das Urteil bleibe bestehen.