Chavez wirft USA Spiele-Propaganda vor
Für Venezuelas sozialistischen Präsidenten Hugo Chavez ist die Situation klar: Pandemics PS3-Actioner "Mercenaries 2: World In Flames" ist Teil der psychologischen Kriegsführung, mit der die USA einen Angriff auf sein Land vorbereiten wollen.
Venezuelas linksgerichteter Präsidenten Hugo Chavez ist auf die aktuelle US-Regierung nicht gut zu sprechen. Das eigene Land gilt dem Sozialisten als eines der ersten Angriffsziele einer imperialistischen US-Politik. Als Teil der psychologischen Kriegsführung wurde internationalen Presseberichten zufolge nun auch der Pandemic-PS3-Titel "Mercenaries 2: World In Flames" ausgemacht. Der Actioner, in dem der Spieler in einen fiktiven Konflikt um die Ölvorkommen des südamerikanischen Landes eingreift, sei eine Rechtfertigung für künftiges aggressives Vorgehen. So solle die US-Bevölkerung per Spiel auf eine spätere Invasion vorbereitet werden.
Das Entwicklerteam vom fusionierten Bioware-Pandemic-Großstudio will von solchen Verschwörungstheorien freilich nichts wissen. Politische Ziele verfolge man mit der Entwicklung nicht. Die Beteuerungen werden aber an einem möglichen Verkaufsverbot des Spiels in Venezuela nichts mehr ändern. Schon vor längerem hat die dortige Regierung ein Gesetz beschlossen, das den Verkauf möglicherweise schädlicher Spiele untersagt.