In der Diskussion um den "Hot Coffee"-Mod zu "GTA: San Andreas" meldete sich auch die ehemalige First Lady Hillary Rodham Clinton zu Wort. Die US-Senatorin kündigte einen Gesetzentwurf an, der den Verkauf von Spielen mit gewalthaltigen oder sexuellen Inhalten auf nationaler Ebene regeln soll. Nun liegt der Family Entertainment Protection Act genannte Entwurf vor.

Im Sommer hatte sich auch US-Senatorin Hilary Rodham Clinton in die Diskussion um den "Hot Coffee"-Mod zu "GTA: San Andreas" zu Wort gemeldet. Die ambitionierte ehemalige First Lady kündigte einen Gesetzentwurf an, der den Verkauf von Spielen mit gewalthaltigen oder sexuellen Inhalten auf nationaler Ebene regeln soll. Nun legte die Politikerin den Family Entertainment Protection Act genannten Entwurf vor. Gemeinsam mit Senator Joe Liebermann, der sich in der Vergangenheit des Öfteren kritisch über Computer- und Videospiele äußerte, wird der Entwurf in gut zwei Wochen im US-Kongress zur Abstimmung eingebracht.

Im Groben entspricht der Family Entertainment Protection Act ähnlichen Gesetzen dieser Art, die in verschiedenen US-Staaten verabschiedet wurden. Der Verkauf oder Verleih von Spielen mit "Mature"- oder "Adults only"-Rating an unter 17-Jährige soll verboten werden. Unklar ist noch, welche Strafe bei Verstößen droht. Verstöße sollen von der Federal Trade Commission (FTC) geahndet werden. Zudem ist eine jährliche Untersuchung durch die FTC vorgesehen, mit der die Effektivität des Gesetzes geprüft werden soll. Zudem sollen die Ratings des Entertainment Software Rating Boards einer jährlichen Kontrolle unterzogen werden. So will man sicherstellen, dass etablierte Standards eingehalten und die Altersfreigabe bei zunehmend brutaler werdenden Spielen nicht zu lasch gehandhabt wird.

Im Gegensatz zu den Gesetzen in Kalifornien oder auch Michigan würde der Family Entertainment Protection Act allerdings landesweit gelten. Ein Gang durch die Instanzen, wie ihn der US-Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) derzeit in verschiedenen Bundesstaaten angetreten ist, würde somit nur noch auf Bundesebene Erfolge versprechen. Es ist anzunehmen, dass sich die ESA auch im Falle des Family Entertainment Protection Acts an die Gerichte wenden wird, um die Verabschiedung zu verhindern.

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