Der Onlinehandel in Deutschland boomt. Nach Daten des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) kauften die privaten Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 46 Mrd. Euro über das Internet.

Die Deutschen ordern Waren und Dienstleistungen in immer größeren Umfang über das Internet. Nach Daten des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) belief sich der Onlineumsatz deutscher Privatkunden im vergangenen Jahr auf 46 Mrd. Euro, was einem Plus im Jahresvergleich von 44 Prozent entspricht. "Das Wachstumstempo im Onlinehandel bleibt unvermindert hoch", kommentierte denn auch Bitkom-Vizepräsident Prof. Jörg Menno Harms. "Dank attraktiver Angebote und hoher Sicherheitsstandards wird das Internet bei den Konsumenten immer beliebter." Über die kommenden Jahre werde sich daran auch nicht viel ändern, ist der Bitkom überzeugt. Die Prognosen sehen für 2010 einen Internetumsatz beim Privatkonsum in Höhe von 145 Mrd. Euro voraus.

Für den deutschen Einzelhandel hat sich das Internetgeschäft über die vergangenen Jahre so zum dritten wichtigen Standbein neben dem stationären Filialhandel und dem klassischen Versandgeschäft entwickelt. Dabei sind Bücher, DVDs und Games längst nicht mehr die einzigen Waren, die vermehrt online geordert werden. Laut Bitkom steigt die Nachfrage nach höherwertigen Waren wie etwa hochpreisigen Elektroartikeln oder auch Reisen kontinuierlich an. Immer häufiger nutzen die Kunden zudem die Möglichkeit, Medienangebote direkt auf den Rechner zu laden. Der Umsatz aus dem legalen Download von Musik, Film und Spiel stieg im vergangenen Jahr so um 20 Prozent auf 120 Mio. Euro an.

Doch trotz steigender Konsumausgaben der privaten Haushalte macht nach wie vor der B2B-Handel den Löwenanteil im elektronischen Handel aus. 90 Prozent entfallen laut Bitkom auf den Handel zwischen Unternehmen. Dieser habe 2006 ein Volumen von 392 Mrd. Euro erreicht - ein Zuwachs um 36 Prozent im Jahresvergleich. Bis 2010 soll der Wert gar auf 636 Mrd. Euro anwachsen. Dabei festigte der deutsche Markt seine Vormachtstellung in Europa: 30 Prozent aller in Westeuropa über das Internet gehandelten Waren und Dienstleistungen wurden 2006 hierzulande verkauft. Auf dem zweiten Platz folgt Großbritannien mit einem Anteil von 18 Prozent.

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