Zum dritten Mal hat das britische "Develop Magazin" die Umsatzsituation der internationalen Entwicklerszene im britischen Markt durchleuchtet. Der neue "Develop 100 Report" spiegelt vor allem eines wider: die Stärke der britischen Szene.

Welche Studios waren im vergangenen Jahr am britischen Markt besonders erfolgreich und wer sind die Auf- und Absteiger? Dieser Frage widmete sich das "Develop Magazin" in der dritten Ausgabe des "Develop 100 Report", der nun in Auszügen vorliegt. Die Untersuchung bestätigt vor allem eines: die Stärke der britischen Branche auf dem heimischen Markt. Mit einem Gesamtumsatz von 231,5 Mio. britischen Pfund (ca. 342 Mio. Euro) überflügelten die britischen Studios die versammelte japanische Branche. Trotz der starken In-House-Teams von u.a. Nintendo, Konami, Capcom oder auch Namco erzielten japanische Produktionen auf dem britischen Markt nur einen Gesamtumsatz von 172,9 Mio. Pfund (rund 256 Mio. Euro). An der Spitze jedoch stehen nach wie vor Produktionen aus den USA. Alles in allem 313 Mio. Pfund Umsatz (ca. 463 Mio. Euro) generierten US-Produktionen im vergangenen Jahr. Zum Senkrechtstarter hat sich in den letzten Jahren die kanadische Szene entwickelt. Konsequente Wirtschafts- und Ausbildungsförderung haben den nördlichen US-Nachbarn zu einem der stärksten Spieleentwickler-Zentren weltweit gemacht. Bis vor wenigen Jahren noch kaum wahrnehmbar, generierten kanadische Produktionen 2006 insgesamt 185,5 Mio. Pfund (rund 274 Mio. Euro) Umsatz im britischen Einzelhandel.

Die gute dritte Position verdankt die kanadische Szene den Großstudios von Electronic Arts oder auch Ubisoft. Mit Produktionen der "FIFA"- oder auch "Need for Speed"-Reihe betraut, wundert es dann auch nicht, dass EA Canada den Titel des umsatzstärksten Einzelstudios am britischen Markt verteidigen konnte. Mit insgesamt neun Studios in den Top 100 ging auch der Gesamtsieg an Electronic Arts. Silber errang Nintendo. Der anhaltende Erfolg von Wii und Nintendo DS bescherte den Eigenproduktionen des Konsolenherstellers an britischen Kassen einen Gesamtumsatz von 70,9 Mio. Pfund (ca. 105 Mio. Euro).

Doch auch einige Independents agierten erfolgreich am Markt. Der erste Platz unter den unabhängigen Entwicklern ging an Traveller's Tale, die vom Überraschungserfolg der "Lego Star Wars"-Serie profitierten und gleich auch den Titel des erfolgreichsten britischen Studios einheimsten. Von sechs auf 26,3 Mio. Pfund (rund 39 Mio. Euro) wuchs der Umsatz 2006. Ihre Unabhängigkeit bewahrt und dennoch erfolgreich am Markt waren auch Yuke's, Mitproduzent der THQ-Serie "WWE", die Handhheld-Spezialisten von Amaze sowie "Gears Of War"-Entwickler Epic Game.

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