Viel Lärm um nichts? Das vor allem in den USA kontrovers diskutierte "Bully", hierzulande "Canis Canem Edit", hat vom Entertainment Software Rating Board (ESRB) die "Teen"-Altersfreigabe erhalten.

Nach "GTA: San Andreas" sollte eigentlich die Schulrüpel-Simulation "Bully" den nächsten Videospielskandal in den USA einläuten. Zumindest, wenn es nach konservativen Interessengruppen gegangen wäre, die im Vorfeld der Veröffentlichung kritisierten, das Spiel leiste dem moralischen Sittenverfall Vorschub. Ganz anders sieht dies offenbar das Entertainment Software Rating Board (ESRB), das den hierzulande in "Canis Canem Edit" umgetauften Actiontitel nun mit einer "Teen"-Altersfreigabe versehen hat.

Die Spielinhalte sind deutlich weniger gewaltgeprägt, als es die Bedenkenträger in den vergangenen Monaten propagiert haben. Denn eine lasche Prüfung, wie sie dem ESRB in den vergangenen Monaten wiederholt vorgeworfen wurden, kann sich die Insititution im Moment nicht leisten. Zuviele Kritiker warten auf den nächsten Fehltritt, um die Forderung nach staatlicher Kontrolle zu erneuern. Einen kontrovers diskutierten Titel wie "Bully" mit einer Altersfreigabe "ab 13 Jahren" zu versehen, unterstreicht so auch die Unabhängigkeit des Gremiums. In Europa erscheint der PlayStation-2-Titel Ende Oktober.

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